„Alte Herberge“: Lockdown hat neuen Pächter Klaus Bublitz lange ausgebremst

Stammgäste sind zurückgekehrt

Ein bekanntes und ein noch neues Gesicht hinter der Theke: Sandra Tobihn und Klaus Bublitz 
Foto: Bohlken
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Ein bekanntes und ein noch neues Gesicht hinter der Theke: Sandra Tobihn und Klaus Bublitz Foto: Bohlken

Harpstedt – Renovierung, Eröffnungsparty, Zwangsschließung: Nein, so hatte sich Klaus Bublitz seinen Einstieg als neuer Pächter der Harpstedter Traditionskneipe „Zur alten Herberge“ nicht vorgestellt. Die Coronakrise mit einem langen Lockdown als Folge der Pandemie bremste den Delmenhorster regelrecht aus. Ein Quartal lang konnte er keine Einnahmen aus der Schankwirtschaft ziehen. Dem 45-Jährigen kam zugute, dass er hauptberuflich als Kraftfahrer mit dem Brummi unterwegs ist. Die Kneipe sei für ihn Nebenerwerb und Hobby, sagt er.

Die Immobilie an der Ecke Mühlenweg/Burgstraße, die auch die Polizeistation beherbergt, gehört Edo Beneking. Nach der langen Zwangspause sind die Stammgäste inzwischen zurückgekehrt. Die Knobler dürften allerdings noch nicht wieder alle am Stammtisch sitzen und die Würfel kreisen lassen, weiß Klaus Bublitz, weil das nicht im Einklang mit Abstandsgebot und Zwei-Haushalte-Regelung stünde. Helfend zur Seite steht dem Betreiber der Raucherkneipe seine Schwägerin Sandra Tobihn aus Dünsen, die bereits zu Zeiten des vorherigen Pächters Metin Kalabalik oft den Thekendienst übernahm. Der Kneipenbetrieb darf vorerst nur unter Coronabedingungen laufen, also mit Einschränkungen. Das heißt für die Gäste vor allem: Kontaktdaten in Formulare eintragen und mindestens anderthalb Meter Distanz zum Nebenmann wahren. Party machen mit vielen Leuten aus mehr als zwei Hausständen bleibt indes tabu.

Sobald Feten ohne Auflagen erlaubt sind, soll auch in der „Herberge“ immer mal wieder ausgelassen gefeiert werden. Für die Zeit „nach Corona“ schwebt Bublitz zudem eine Art Charity-Party vor: Die Einnahmen aus dem Verkauf eines Fasses Bier will er dann für einen guten Zweck spenden. So etwas habe er im Übrigen schon einmal gemacht, erzählt der 45-Jährige, und zwar mit Glühwein zu Weihnachten. Damals sei ein ordentliches Sümmchen für das Syker Kinderhospiz „Löwenherz“ zusammengekommen.

Die Kneipe „Zur alten Herberge“ hat – außer an Sonntagen und Montagen – ab 17 Uhr geöffnet, normalerweise bis 22 Uhr, an Freitagen und Sonnabenden aber mit „Open End“. Der neue Pächter steht auch selbst hinter der frisch aufgemöbelten Theke. „Ich bin mittwochs, donnerstags und samstags hier“, sagt Bublitz.  boh

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