Sportschule Sabukai im Aufwind / Beeindruckende Vorführungen am Tag der offenen Tür

Präventionsgedanke, Respekt und Körperbeherrschung kommen nicht zu kurz

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Der Umgang mit dem Yumi, dem japanischen Langbogen, will gelernt sein. Um diese Disziplin hat die Sportschule Sabukai von Marco Masannek ihr Angebot erweitert.

Harpstedt - Selbstverteidigung und Kampfsport sind nur was für Jungs? Mitnichten, sagt Michaela Gierer, und sie muss es wissen: Schließlich betreibt sie selbst seit 25 Jahren Kampfsport und hat es bis zum dritten Meistergrad im Jiu Jitsu gebracht. Zusammen mit weiteren Mitstreiterinnen beweist sie dem angeblich starken Geschlecht, dass man von Mädels so einiges lernen kann.

Gleichwohl werden die geläufigen Kampfsportarten, zu denen auch Karate, Judo, Aikido und Kendo zählen, oder Disziplinen wie Kickboxen, Bo-Jutsu und Tae-Kwon-Do nach wie vor von Jungen dominiert. „Wir würden uns mehr weibliches Publikum wünschen, doch auf dem Land ist das oft schwierig“, weiß Marco Masannek. Seit 2010 betreibt er die Sportschule Sabukai am Amtmannsweg in Harpstedt. Dort bilden Selbstverteidigung und Kampfsport die Schwerpunkte. Während eines Tags der offenen Tür konnten sich Interessierte jetzt selbst ein Bild vom Angebot machen. Schüler der Sportschule gaben in Vorführungen Kostproben ihres Könnens; der jüngste von ihnen war gerade mal vier Jahre alt. Die Darbietungen lösten durchaus Staunen aus.

Auch „Anschauungsunterricht“ im Kyujutsu, einer Form des japanischen Langbogenschießens, kam gut an; ein neuer Kursus soll, wie der Website der Sportschule zu entnehmen ist, am 15. September starten.

Bei „Sabukai“ lernen Kinder und Erwachsene nicht zuletzt den respektvollen Umgang miteinander. „Unser Stil ist noch sehr traditionell verwurzelt. Wir legen viel Wert auf Höflichkeit und Respekt, nicht nur den Trainern, sondern auch dem Partner gegenüber“, erläuterte Marco Masannek. Über mangelndes Interesse kann er sich wahrlich nicht beklagen. 130 Mitglieder kommen regelmäßig zu den Trainingseinheiten. Auch die Angebote für Erwachsene finden ein großes Echo.

Selbstverteidigungstechniken kamen im Rahmen der Vorführungen am Tag der offenen Tür nicht zu kurz. „Gerade Kinder begreifen sehr schnell, wie sie sich aus brenzligen Situationen retten können“, weiß Masannek. Seine Sportschule deckt die ganze Bandbreite ab – von Falltechniken über Griffe bis hin zum Schlagtraining. Gerade bei Kindern habe das Training oftmals den Effekt, dass sie mit jeder Übungsstunde „mehr Selbstbewusstsein bekommen“, so Marco Masannek.

Die 15-jährige Ann-Kathrin von Mickwitz ist mit Begeisterung dabei. „Mir macht es einfach Spaß, und ich lerne noch viel dazu“, erzählt sie. Ihre Eltern begrüßen das Training. „Ich sehe hier vor allem den Präventionsgedanken, die Körperbeherrschung und die sich bietenden Möglichkeiten, sich zu wehren. Das ist gerade für Mädchen sehr wichtig“, so der Vater.

www.sabukai.de

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