Speis und Trank, Spiele und Blasmusik – alles gratis

Sponsoren unterstützen ein von der Feuerwehr Groß Ippener organisiertes Dorffest

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Große und kleine Leute kamen beim Dorffest auf dem Hof Ehlers in Groß Ippener gleichermaßen auf ihre Kosten.

Groß  Ippener - Von Jürgen Bohlken. Nachmittags Kaffee und Wickelkuchen mit Rosinen oder Mandeln sowie Eis für die Kinder, am Abend Burgunderbraten, Ciabatta, Krautsalat und Getränke – für die Gäste war alles umsonst. Das von der Feuerwehr Groß Ippener auf dem Hof von Bernd Ehlers organisierte Dorffest fiel am Sonnabend ganz nach dem Geschmack der Dorfbewohner aus.

„Weil uns einige Gewerbetreibende, die uns gewogen sind, großzügig unterstützt haben, muss hier niemand etwas zahlen“, freute sich Brandschützer und Ratsherr Stefan Pleus. Gleichwohl waren Spenden für die Feuerwehr, die das Fest zugleich als eine Art Tag der offenen Tür verstand, natürlich willkommen. Zu den Sponsoren zählte auch die Gemeinde Groß Ippener. „Das Geld, von dem sonst beim Erntefest die Musik bezahlt wird, ist diesmal hier reingeflossen“, erläuterte Pleus.

Zünftige Klänge gab’s am Abend auf dem Hof. Den musikalischen Part übernahm das Blasorchester „Klosterbachtaler“. Schon am Nachmittag herrschte ordentlich Betrieb. Ortsbrandmeister Hergen Horstmann stand die Erleichterung ob des hervorragend mitspielenden Wetters ins Gesicht geschrieben. Da die Ippener Brandschützer nicht über eine eigene Nachwuchsabteilung verfügen, hatten sie die Jugendfeuerwehr Kirch- und Klosterseelte sowie die Kinderfeuerwehr der Samtgemeinde Harpstedt mit eingeladen.

Die Kleinen powerten sich mit wachsender Begeisterung auf einer Hüpfburg aus und erholten sich dann nach ausgiebigem Toben mit erfrischendem Eis in der Hand. Die Jugendfeuerwehr Kirch- und Klosterseelte, die etwa zur Hälfte aus Kindern aus der Gemeinde Groß Ippener besteht, brachte ein überdimensionales Outdoor-Puzzle mit und ließ die jüngeren Kiddies außerdem mit Kübelspritzen Bälle von Pylonen „schießen“.

Obendrein standen die Einsatzfahrzeuge der Ippener Ortswehr für eine Besichtigung bereit. Wer wollte, der durfte probesitzen. Das ließen sich insbesondere die Mädchen und Jungen aus der Kinderfeuerwehr nicht zweimal sagen.

Die Hofdiele hatte sich derweil in eine Cafeteria verwandelt. Ein Backteam, bestehend aus Wolfgang Meyer, Claus Oertel und Harald Bruns, verwöhnte die Dorfbewohner mit Wickelkuchen und Ciabatta, gegart in Oertels selbst gebautem Steinbackofen.

„Den Ciabattateig haben wir schon am Freitag gemacht. Er muss nämlich 15 bis 20 Stunden bei 15 bis 18 Grad Celsius gehen. Damit das Brot eine schöne grobporige Struktur bekommt, ist es wichtig, sehr wenig Hefe zu verwenden. Gerade mal 40 Gramm kommen auf 20 Kilogramm Teig. 

Außerdem haben wir für das Ciabatta unter anderem zehn Kilo Mehl und viereinhalb Kilo Hartweizengrieß gebraucht. Wichtig auch das Olivenöl: Davon kommt etwas mit in die Masse, und damit wird der Teig vor dem Gehen zusätzlich bestrichen, damit sich keine Haut bildet. Die richtige Backtemperatur liegt bei 200 bis 220 Grad“, sprach Bäckermeister Wolfgang Meyer aus Erfahrung.

„Normal, mit Pfeffer, mit getrockneten Tomaten, mit Feigen, mit Oliven und mit gebratenen Zwiebeln“, deutete er auf das Brot – die sechs verschiedenen Ciabatta-Sorten aufzählend, die das Backteam kredenzt hatte.

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