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Protest in Harpstedt gegen Impfpflicht nicht mehr nur schweigend

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Von: Jürgen Bohlken

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Dem kommenden Protestgang schließt sich eine Kundgebung auf dem Marktplatz an.
Dem kommenden Protestgang schließt sich eine Kundgebung auf dem Marktplatz an. © Bohlken

Harpstedt – Nur schweigend durch die Straßen ziehen war gestern: Ihre Ablehnung einer allgemeinen Impfpflicht gegen Corona wollen „Spaziergänger“ in Harpstedt nun auch mit Worten untermauern.

Zu einem weiteren Protestgang wider die drohende allgemeine Pflicht zur Impfung gegen Corona versammeln sich am kommenden Freitag, 25. Februar, um 18.30 Uhr wieder Demonstrierende auf dem Harpstedter Marktplatz. Erneut ist dieser „Aufzug“ im Sinne des Versammlungsrechts ordnungsgemäß angemeldet worden, und einmal mehr geht er unter polizeilichem Geleit über die Bühne.

Der Protestgang, der für den vergangenen Freitag angesetzt war, ist unwetterbedingt ausgefallen. Eine Woche zuvor waren etwa 80 Demonstranten mit umgehängten Lichterketten, Kerzen, Ratschen, Trillerpfeifen und Protestschildern in Harpstedt auf die Straße gegangen, um für die freie Impfentscheidung einzutreten. Befürchtungen, die angekündigte Demo könne womöglich von „fragwürdigen Teilnehmern geprägt werden“, haben sich nach Einschätzung der Organisatoren als unbegründet erwiesen.

Impulsbeitrag als Demo-Bestandteil

Die damals zurückgelegte Strecke wird am kommenden Freitag beibehalten. Allerdings kommt diesmal eine abschließende Kundgebung auf dem Marktplatz hinzu. Der Veranstalter kündigt an, eine Angestellte aus der Pflege werde von „den Konsequenzen des Impfdrucks in ihrem beruflichen Umfeld“ berichten. „Wir wollen unsere Botschaft auch in Worten ausdrücken. Wir planen, nun jede Freitagsdemo mit mindestens einem Impulsbeitrag enden zu lassen und damit Woche für Woche unser Profil zu schärfen“, kündigt der stellvertretende Versammlungsleiter Günther Pagel an. Auf die „sympathisierende Berichterstattung“ auf der Website des AfD-Kreisverbands angesprochen, erwiderte der Veranstalter, seine Demos seien „überparteilich und privat organisiert“. Die eigenständige Berichterstattung durch Parteien sei ebenso unvermeidbar wie zulässig – „egal, wie wir darüber denken“. Dazu bemerkt Pagel: „Was die moralische Komponente betrifft, mag es sein, dass die AfD auf unseren Zug aufspringt. Das bedeutet aber nicht, dass wir dasselbe Reiseziel haben.“

Für die gesamte Dauer der Demo sind Mund-Nase-Masken mit FFP 2- beziehungsweise KN 95/N 95-Schutzstandard zu tragen. Teilnehmende mit wirksamen Befreiungsattesten könnten am Ende des „Aufzuges“ mitlaufen. Die Atteste würden vor Beginn der Versammlung durch die Polizei geprüft.  

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