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Spaßfaktor soll ins Harpstedter Rosenfreibad zurückkehren

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Von: Jürgen Bohlken

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Befüllt: das Nichtschwimmerbecken.
Befüllt: das Nichtschwimmerbecken. © Bohlken

Harpstedt – „Wenn wirklich alles reibungslos läuft, was jetzt noch zu erledigen ist, eröffnen wir das Rosenfreibad am 30. April oder 1. Mai. Es kann aber auch gut sein, dass es erst am Wochenende darauf so weit ist“, legt sich Samtgemeindebürgermeister Yves Nagel noch nicht auf einen Saisonstart-Termin fest.

Ein bisschen zurückgeworfen habe die Samtgemeinde die letzte längere Regenphase: „Das Wasser war zwar schon raus aus dem Schwimmerbecken, aber wetterbedingt konnte dort nicht gearbeitet werden.“

Gleichwohl liegt die Samtgemeinde recht gut im Zeitplan. Die Schäden an Fliesen und Fugen sind behoben. Im Nichtschwimmerbecken steht das Wasser bis zum Beckenrand. Das Schwimmerbecken soll noch in dieser Woche befüllt werden. Nach dem Einstellen des pH-Wertes und dem Chloren folgen Probenentnahmen und -analysen. Bewegt sich die Wasserhygiene im grünen Bereich, steht einer Freigabe seitens des Gesundheitsamtes nichts mehr im Wege.

Sprungturm muss gesperrt bleiben

In personeller Hinsicht sieht Yves Nagel das Freibad für die kommenden Monate gerüstet. Eine Auszubildende ergänze das dreiköpfige Schwimmmeister-Team. „Damit kommen wir über die Runden“, sagt der Amtshof-Chef. Nach zwei Jahren, die aus Gründen des Infektionsschutzes von Beschneidungen der Öffnungszeiten, Limitierungen des Besucheraufkommens und diversen anderen Auflagen geprägt waren, sieht es im Moment nach einer normalen Saison 2022 aus – mit geöffneten Duschen, Umkleiden und Rutschen sowie ganz ohne „Richtungsgebote“ für das Laufen und Schwimmen. Anders ausgedrückt: Der Spaßfaktor kehrt zurück ins Harpstedter Rosenfreibad – es sei denn, Corona käme im Frühjahr oder Sommer mit neuen gefährlichen Virusvarianten um die Ecke, die wiederum Beschränkungen erforderten. Nach jetziger Lage der Dinge gibt es aber nur einen Wermutstropfen: Der erneuerungsbedürftige Sprungturm muss gesperrt bleiben.

Die letzte längere Regenphase hat uns ein bisschen zurückgeworfen.

Yves Nagel

„Die behobenen Schäden an Fliesen und Fugen haben sich in einem für das alte Bad normalen Rahmen bewegt“, lautet das Fazit des Samtgemeindebürgermeisters. Dass es gleichwohl einiges zu tun gab, lasse sich an den rund 130 Arbeitsstunden ablesen, die allein das Unternehmen Ranke in Rechnung gestellt habe. Die Arbeiten an den Dehnungsfugen habe die Firma Wessel erledigt.

Frühzeitig war die diesjährige Saisonvorbereitung in Angriff genommen worden. Daran musste auch Yves Nagel als neuem Amtshof-Chef liegen. Denn er hatte im Bürgermeisterwahlkampf 2021 Kritik am späten Saisonstart geübt. Nun wird er naturgemäß daran gemessen, ob er das Freibad schneller öffnen kann als sein Amtsvorgänger Herwig Wöbse.

Sonnige, aber kühle Aussichten

Die großen Becken waren – wie gehabt – den Winter über befüllt geblieben. Abgelassen in den Kanal wurde dann das Wasser aus dem Nichtschwimmerbereich, um dort nach einer Grundreinigung die Fliesen- und Fugenschäden abarbeiten zu können. Auch das weitere Prozedere entsprach dem aus den Vorjahren bekannten Verfahren. Durch Umpumpen gelangte das Wasser aus dem Schwimmer- ins Nichtschwimmerbecken, sodass dann auch im Schwimmerbereich die nötigen Reparaturarbeiten ausgeführt werden konnten. Auf diese Weise spart die Samtgemeinde erhebliche Frisch- und Abwasserkosten. Der Inhalt des Nichtschwimmerbeckens ist weiterhin verwendbar.

Selbst wenn das Freibad schon zum 1. Mai öffnen sollte, dürfte der große Run nicht gleich einsetzen. Denn der „Wonnemonat“ lässt es Prognosen zufolge zwar sonnig, aber mit Tagestemperaturen deutlich unter der 20-Grad-Marke eher kühl angehen.

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