Amateurfotografen machen bei „Rallye“ mit

Spätsommer, Spiegelungen und Eisenbahnnostalgie

Die Teilnehmer (mit Kamera) und drei der vier Jurymitglieder (im Hintergrund) kurz vor dem Start der von Ina Schulz sowie dem Kunst- und Kulturverein (KuK) organisierten ersten Fotorallye durch Harpstedt und umzu. - Foto: Jysch

Harpstedt - Von Rainer Jysch. Mit einer Premiere hat der Kunst- und Kulturverein Harpstedt (KuK) von sich reden gemacht: Erstmals rief er Freunde der Fotografie auf, ihre Digitalkamera zu schnappen und sich an einer Fotorallye zu beteiligen. Bei der Motivjagd durch den Flecken und die Umgebung ging es am Sonnabend darum, innerhalb von sechs Stunden sechs unterschiedliche Themen in einer vorgegebenen Reihenfolge fotografisch einzufangen.

Ina Schulz, selbst Hobbyfotografin, hatte die Idee zu diesem Wettbewerb von einem Seminar in Goslar mitgebracht und die Veranstaltung mit Unterstützung des KuK ins Leben gerufen.

Sieben Amateurfotografen stellen sich den Aufgaben

„Ich finde es spannend, wenn man aufgefordert wird, Dinge zu fotografieren, die man sonst vielleicht nicht ablichten würde“, erläuterte sie. Auch die damit verbundene Aufgabenstellung, die Motive genau in einer bestimmten Reihenfolge auf die Speicherkarte zu bekommen, halte sie für eine gute Gelegenheit, das fotografische Auge zu schulen.

Sieben Amateurfotografen waren pünktlich um 11 Uhr im „FreiRaum“ an der unteren Freistraße in Harpstedt erschienen, um sich über die genauen Spielregeln und die geforderten Motive informieren zu lassen. Folgende Themen bekamen sie mit auf den Weg gegeben: 1. Spätsommer, 2. Eingerahmt, 3. Spiegelungen und Reflexionen, 4. Durchblick, 5. Parallelen und 6. Eisenbahnnostalgie. Sodann waren originelle Bildideen und ihre kreative Umsetzung gefordert.

„Die jeweils beste Aufnahme je Kategorie wird prämiert und im Schaufenster der Harpstedter Buchbinderei ausgestellt“, erläuterte Ina Schulz, ohne die Art der Prämien bereits verraten zu wollen. Die unabhängige Jury besteht aus Götz Rohde, Astrid Schulz (freie Fotografin), Ina Schulz und Eike Harnisch.

Idee: Harpstedt aus unterschiedlichen Perspektiven

Im Vordergrund des Events stand der Ankündigung zufolge die Idee, Harpstedt aus verschiedenen Perspektiven zu fotografieren. „Die Amateurfotografen sollen ihren Spaß haben, und wir bieten die Plattform“, erklärte Götz Rohde, erster Vorsitzender des vor zwölf Jahren gegründeten Kunst- und Kulturvereins.

Britta Siedenburg (49) aus Delmenhorst trat gemeinsam mit ihrer Freundin Martina Hundt (55) bei der Fotorallye an. Letztere fotografiert schon viele Jahre. Britta Siedenburg hingegen besitzt erst seit 2014 eine digitale Spiegelreflexkamera. „Die löst schneller aus, ist aber auch komplizierter in der Handhabung. Das notwendige Wissen habe ich mir in Kursen angeeignet“, verriet die 49-Jährige. Als sehr positiv empfinden sie und Hundt die kleine Gruppe – und den ländlichen Raum als Austragungsort der „Rallye“.

Die ausgelobten Preise stehen für sie nach eigenem Bekunden nicht im Vordergrund. Vielmehr erhoffen sie sich Anregungen und Inspirationen, wenn sie später die Aufnahmen der anderen Teilnehmer zu sehen bekommen.

„Wir wollen heute schöne Bilder machen, die gestellten Aufgaben gut umsetzen und Spaß dabei haben“, waren sich beide Hobbyfotografinnen einig.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Werder auf dem Freimarkt

Werder auf dem Freimarkt

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Meistgelesene Artikel

Marko Bahr: „Die Freiheit verteidigen“

Marko Bahr: „Die Freiheit verteidigen“

Schwerer Unfall in Wardenburg: Motorradfahrer kollidiert mit Auto

Schwerer Unfall in Wardenburg: Motorradfahrer kollidiert mit Auto

Barbara Otte-Kinast: „Niedersachsen ist kein Streichelzoo“

Barbara Otte-Kinast: „Niedersachsen ist kein Streichelzoo“

Landtagswahl: Acht Fragen an Niels-Christian Heins

Landtagswahl: Acht Fragen an Niels-Christian Heins

Kommentare