Unterstützung für die Schulgarten-AG

Sonne weckt die Pflanzlust

In Pflanzlaune kamen die AG sowie die Lehrkräfte Martina Janßen (r.) und Stefan Wiesenbach (hinten, 3.v.r.). Unterstützung leistete Frits Deemter (hinten, 2.v.l.) im Rahmen einer kooperativen Partnerschaft von Essgarten und Schulgarten-AG. - Foto: Bohlken
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In Pflanzlaune kamen die AG sowie die Lehrkräfte Martina Janßen (r.) und Stefan Wiesenbach (hinten, 3.v.r.). Unterstützung leistete Frits Deemter (hinten, 2.v.l.) im Rahmen einer kooperativen Partnerschaft von Essgarten und Schulgarten-AG.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Schöneres Frühlingswetter mit fast schon frühsommerlichen Temperaturen hätte sich die Schulgarten-AG gar nicht wünschen können. Unter den in der Arbeitsgemeinschaft mitwirkenden Fünft-, Sechst- und Achtklässlern der Oberschule Harpstedt brach am Montagnachmittag regelrecht die Pflanzlust aus.

„Die haben richtig Bock darauf“, staunte Frits Deemter beim „Aufhübschen“ des Schulgartens. Einer kooperativen Partnerschaft mit seinem Essgarten in Barjenbruch verdankt die AG nicht nur Unterstützung mit Rat und Tat, sondern auch Pflanzenspenden. So stiftete Deemter im vergangenen Jahr Bambus, Brombeere und Maulbeere.

Finanziell greift unterdessen der Förderverein Schulen Flecken Harpstedt der AG unter die Arme: Von der zuletzt gewährten 600-Euro-Spende sind 270 Euro bereits verbraucht. Dieses Geld investierte die AG in einen Kirschbaum, zwei Apfelbäume sowie Johannis-, Mai- und Jostabeere, Holunder, Weiden (für die geplante Fertigung großer Weidenkörbe) und Haselnuss sowie Erde. Jetzt, beim ersten „Freilufteinsatz“ nach Frühlingsanfang, kamen die Pflanzen in die Erde.

Weiterhin Spenden benötigt

Ob die verbleibenden 330 Euro aus der Fördervereinsspende ausreichen werden, um ein hölzernes Element für den Schulgarten komplett finanzieren zu können, ist noch unklar. Die Eltern sind am 8. März gebeten worden, die Schulgarten-Gestaltung mit der Überweisung einer Spende auf das Fördervereinskonto zu unterstützen. Für die vorgesehene „Holzwelle“, ein wellenförmiges Deko-Objekt, schafft die AG imprägnierte Hölzer an. Mit Bohrungen versehen und zusammenschrauben müssen sie die Schüler selbst. Vor allem im Winter, wenn's im Schulgarten nichts zu tun gibt, bastelt, baut und produziert die AG eifrig im Werkraum – etwa Nistkästen und Futterstellen.

Doch längst hat die Schüler die Lust auf „Outdoor“-Arbeit gepackt. Schon vor zwei Wochen hätten sie angefragt, wann's denn endlich mal wieder raus in den Schulgarten gehe, so AG-Leiterin Martina Janßen. Unterstützung komme auch von Eltern. „Eine Mutter hat uns Stauden gebracht und will uns zusätzlich Komposterde besorgen; eine weitere ließ uns über ihre Tochter Stiefmütterchen zukommen“, erzählt die Lehrerin, als einige Mädchen das Pflanzen der Blumen fast schon erledigt haben.

Den Gartenteich hatte die Klasse von Martina Janßen, die jetzige H9, im Herbst gereinigt. Überhaupt sind die Zuständigkeiten bei der laufenden Pflege des Schulgartens klar geregelt und auf einer Liste schriftlich fixiert.

An der Pflege sind alle Klassen beteiligt

Danach kümmert sich beispielsweise um die Himbeeren und Brombeeren die R 9b. Das schließt das Ernten der Früchte ebenso ein wie das Unkrautjäten um die Pflanzen herum. „Jede Klasse hat einen Bereich zugewiesen bekommen, den sie in Schuss halten muss“, erläutert Janßen. Die AG selbst könne nicht für alle im Schulgarten anfallenden Arbeiten zuständig sein. Die Gestaltung, das Pflanzen und das Hinzufügen von Deko-Elementen übernehme sie schon. Die laufende Pflege aber müsse arbeitsteilig von allen Klassen bewerkstelligt werden, „weil sich auch alle verantwortlich für die Anlage fühlen sollen“.

Damit die Arbeitslust aber nicht in Frust umzuschlagen droht, muss der Schulgarten für die Schüler einen konkreten Nutzwert haben. „Nach den Osterferien dürfen die Abschlussklassen sich den Torschlüssel abholen und dann die großen Pausen hier verbringen. Das ist zumindest so vorgesehen“, erläutert die AG-Leiterin. Das Tor generell offen zu halten, gehe leider nicht – wegen des Teiches und der damit verbundenen Gefahren.

Natürlich könne der Garten aber für gemeinschaftliche Aktivitäten im Klassenverband, auch für Unterricht im Freien, genutzt werden. „Ich habe 2016 mit meiner Klasse eine Radtour unternommen, und anschließend haben wir dann zusammen mit den Eltern hier in gemütlicher Runde gegrillt. Andere Klassen machen das auch“, erzählt die AG-Leiterin.

Geld vom Schulförderverein sei im vergangenen Jahr übrigens auch schon geflossen, um unter anderem zwei geschaffene Sitzgruppen zu finanzieren.

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