Rund 120 Zuhörer, darunter 35 Flüchtlinge, genießen Hommage an John Lennon in der Kirche

Songs mit zutiefst christlichen Botschaften

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Wusste die Musikanlage in der Christuskirche zu schätzen: John-Lennon-Double Johnny Silver (Mitte).

Harpstedt - Eine Hommage an Beatle John Lennon († 1980) haben am Sonntagnachmittag zahlreiche Besucher in der Harpstedter Christuskirche genossen.

In der Konzertlesung „Love & Peace“ mit teils temperamentvollen, teils melancholischen Songs sowie Textbeiträgen über Frieden, Liebe, Toleranz, Verständigung, Gewaltlosigkeit und Gerechtigkeit, die Lennon-Double Johnny Silver gemeinsam mit Wolfgang Bönisch von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gestaltete, erfuhr das Publikum, was die Musik des berühmten Pilzkopfes mit der christlichen Botschaft verbindet. Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten offenbarten sich.

Bönischs Frau Andrea streifte in Wortbeiträgen abwechselnd mit Pastor Timo Rucks Aspekte aus Lennons Biografie. Der Fokus lag aber auf der in seinen Liedern zum Ausdruck kommenden Sehnsucht nach Frieden und einer besseren Welt. „Give peace a chance“ oder auch „Imagine“ lassen sich als Versuche interpretieren, die Friedensbotschaft Jesu neu zu formulieren.

Lennon wird allerdings ein gespaltenes Verhältnis zum Glauben nachgesagt. Gleichwohl stecken in seinen Songs Botschaften, die als zutiefst christlich gelten dürfen. Silver verkörperte den charismatischen Sänger und Songschreiber mit stimmlicher Präzision. Der Norddeutsche studierte und analysierte die Beatles intensiv. Er besitzt ein großes Archiv an Filmen, Aufnahmen, Schallplatten, Büchern und Instrumenten. Auf über 1 500 Auftritte in Europa und Amerika blickt er zurück. Seine neue Solo-Show „Ein Abend mit einem Beatle“ vereinigt Musik, Entertainment und Erzählung.

„Es herrscht eine tolle Atmosphäre“, freute sich Kirchenvorsteher Klaus Corleis. Unter den rund 120 Zuhören seien auch 35 Flüchtlinge, die von der Flüchtlingsinitiative eingeladen worden seien.

Der Vorsitzende der kirchlichen Konzerte-AG, Heinz-Jürgen Grashorn, der die Verhandlungen mit den Künstlern führt, freute sich sehr darüber, dass Silver die Technik in dem Gotteshaus gern genutzt hat. „Wir haben vor einiger Zeit unsere Musikanlage erweitert und teilweise auch erneuert. Der Künstler hat seine eigene Ausstattung im Auto gelassen, da er mit unserer mehr als zufrieden war.“

aro

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