Freitags ist Erntetag

Solidarische Landwirtschaft auch in Harpstedt und umzu?

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Freitags ist auf dem Hollerhof in Eydelstedt/Donstorf Erntetag (Symbolbild).

Harpstedt/Donstorf – Die SoLaWi-Gruppe der Harpstedter Klima-AG hat sich auf dem Hollerhof in Eydelstedt/Donstorf angeschaut, wie eine Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) funktionieren kann. Freitags ist dort Erntetag; die Mitglieder holen ihren Anteil vom Hof. „Unser reicht für meinen Mann und mich vollständig“, so eine Teilnehmerin. „Ich muss kein Gemüse, keinen Salat zukaufen.“ Beeindruckt standen die Besucher in der Scheune vor den Kisten mit Blumenkohl, Salat, Paprika und Bohnen. Danach ließen sie sich auf den Feldern zeigen, wo und wie diese „Schätze“ im rein biologischen Anbau erzeugt werden.

Die hauptsächliche Arbeit auf dem Hollerhof erledigen der Landwirt, seine Frau, zwei Mitarbeiterinnen und – demnächst – ein festangestellter Biogärtner. Gleichwohl kann sich jedes Mitglied mit seinen persönlichen Fähigkeiten einbringen: Überschüssige Mengen an Obst und Gemüse werden zu Marmeladen, Dips, Sauerkraut und Zwiebelzöpfen verarbeitet. Andere Mitstreiter erledigen Reparaturen oder setzen sich für die Mitgliederwerbung auf Märkten ein. Und natürlich muss regelmäßig gepflanzt, gejätet und geerntet werden.

Deutlich wurde den Besuchern: Eine SoLaWi bedeutet viel Arbeit, die aber, auf viele Schultern verteilt, persönlich sehr bereichernd sein kann. „Beim gemeinsamen Schaffen entstehen intensive Gespräche und kreative Ideen. Wir essen und feiern oft zusammen“, erzählte eine „SoLaWistin“. Ein Hofrundbrief verbreitet wichtige Infos und neue Rezepte. Bei den Vereinsversammlungen werden die Mitglieder an der Gemüseauswahl und der Weiterentwicklung der SoLaWi beteiligt. Etwaige Ernteausfälle müssen alle gemeinsam tragen. Geteilt wird, was da ist. Die eigene Ernte wird ergänzt durch Tausch mit anderen SoLaWis, etwa Zwiebeln gegen Äpfel, und durch Zukauf von anderen Landwirten. Ein Stammtisch sorgt dafür, dass auch die Mitglieder, die tagsüber keine Zeit zum Mithelfen haben, im engen Kontakt bleiben.

Die Harpstedter SoLaWi Gruppe, tagt am 23. September ab 19 Uhr im Hotel „Zur Wasserburg“. Sie sucht weitere Interessierte, um eine eigene Solidarische Landwirtschaft nahe Harpstedt ins Leben zu rufen. Die Zahl der Interessenten muss sich vergrößern, soll das Vorhaben gelingen. Besonders gesucht werden Landbesitzer, die gern an eine SoLaWi Land verpachten würden, und Menschen mit Erfahrung im Gemüseanbau. Auch sie können am Treffen teilnehmen.

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