Soldatische Unterstützung in großer Not

Hildegardstift-Geschäftsführer Peter Schmitz (2.v.r.) und Pflegedienstleiterin Petra Kszyminski (3.v.r.) dankten den Soldatinnen und Soldaten des 7. Logistikbataillons 161 herzlich für ihre Hilfe im Altenpflegeheim. Von links: Hauptgefreite Jennifer Mitchell, Oberstleutnant Thomas Honschopp, der stellvertretende Leiter des Kreisverbindungskommandos Delmenhorst, Stabsunteroffizier Julian Meyer, Stabsgefreiter Kevin Berger, Oberstabsgefreiter Sebastian Müller, Stabsgefreiter Timo Kempf und Stabsunteroffizierin Tatjana Tissen.
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Hildegardstift-Geschäftsführer Peter Schmitz (2.v.r.) und Pflegedienstleiterin Petra Kszyminski (3.v.r.) dankten den Soldatinnen und Soldaten des 7. Logistikbataillons 161 herzlich für ihre Hilfe im Altenpflegeheim. Von links: Hauptgefreite Jennifer Mitchell, Oberstleutnant Thomas Honschopp, der stellvertretende Leiter des Kreisverbindungskommandos Delmenhorst, Stabsunteroffizier Julian Meyer, Stabsgefreiter Kevin Berger, Oberstabsgefreiter Sebastian Müller, Stabsgefreiter Timo Kempf und Stabsunteroffizierin Tatjana Tissen.

„Letzter Tag. Schade!“, sagte Pflegedienstleiterin Petra Kszyminski zu den zwei Soldatinnen und vier Soldaten, die das arg „coronageschwächte“ Hildegardstift in Groß Ippener mit Hand und Herz unterstützt hatten. Diese Phase ist jetzt vorüber.

Groß Ippener – Vom ersten Weihnachtstag an hatten die sechs externen Helfer des 7. Logistikbataillons 161 aus Delmenhorst Aufgaben in der Betreuung der Altenheimbewohner übernommen. Von der Essensversorgung bis hin zu Spaziergängen mit den Senioren reichte das Spektrum.

Die Unterstützung kam zur rechten Zeit. Nachdem das Coronavirus gnadenlos in der Einrichtung zugeschlagen hatte, dezimierte Covid-19 die Belegschaft gewaltig. Fast 20 Mitarbeitende mussten in Quarantäne. Inzwischen sind die meisten wieder zurück. „Gut eine Handvoll“ fehle noch, erläuterte Geschäftsführer Peter Schmitz am Montagmittag am Rande der Verabschiedung der Bundeswehrangehörigen. Das Hildegardstift sei den Soldatinnen und Soldaten für ihre helfenden Hände, aber auch für die mentale Unterstützung und den liebevollen Umgang mit den Bewohnern „unendlich dankbar“. Die Verstärkung sei in einer Phase gekommen, „als es bei uns im Haus wirklich bedrängend und bedrohlich wurde“, verschwieg Schmitz nicht.

Er selbst hatte mithilfe des Standortpfarrers den Kontakt zum Logistikbataillon hergestellt. Pflegedienstleiterin Petra Kszyminski schloss sich den Dankes- und Lobesworten an. Ebenso die Heimbeiratsvorsitzende Elisabeth Vährmann, die ihre Anerkennung sogar schriftlich zum Ausdruck brachte und für die Bundeswehrangehörigen Gottes Segen erbat. „Allzeit gesundes Tun“ wünschte Peter Schmitz den Soldatinnen und Soldaten, nachdem er ihnen je eine Flasche mit „geistigem“ Inhalt und je einen Gutschein des Delmenhorster Weltladens überreicht hatte. Auch Thomas Honschopp, den stellvertretenden Leiter des Kreisverbindungskommandos Delmenhorst, bedachte er mit einem Präsent. „Geistige Nahrung“ verberge sich unter dem Geschenkpapier, verriet er.

Ein kleines Resümee zog Stabsgefreiter Timo Kempf: „Das war schon ganz anders als unser soldatischer Alltag. Ich habe gemerkt, wie viel die Kräfte in Pflege und Betreuung leisten. Davor ziehe ich meinen Hut. Diese Leistung verdient es definitiv, von der Gesellschaft mehr gewürdigt zu werden.“

Der Geschäftsführer des Hildegardstifts gab indes die Wertschätzung an die Soldatinnen und Soldaten zurück: „Im Ernstfall sind ja Sie es, die für uns alle den Kopf hinhalten“, sagte er.

Von Jürgen Bohlken

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