Corona trifft Harpstedter Pflegeheim / Sechs Bewohner und eine Pflegekraft aktuell betroffen

Sieben Infizierte im DRK-Seniorenzentrum

Lange hat das DRK-Seniorenzentrum Harpstedt Corona fernhalten können. Jetzt aber gibt es die ersten Infizierten.
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Lange hat das DRK-Seniorenzentrum Harpstedt Corona fernhalten können. Jetzt aber gibt es die ersten Infizierten.

Harpstedt – Monatelang haben die vier Seniorenheime in der Samtgemeinde Harpstedt das Coronavirus sozusagen erfolgreich „auf Abstand gehalten“; nun aber gibt es in einer Einrichtung doch die ersten Infizierten. Es hat das DRK-Seniorenzentrum Harpstedt getroffen. „Seit Samstag ist das bekannt. Aktuell sind sechs Bewohner und eine Mitarbeiterin aus der Pflege positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet“, berichtete Oliver Galeotti, Pressesprecher des Landkreises Oldenburg, auf Nachfrage unserer Zeitung. Für heute, Mittwoch, war eine erneute Abstrichaktion angesetzt; eine weitere soll in der kommenden Woche folgen. Getestet würden sämtliche Bewohner und die komplette Belegschaft, so Galeotti. Dabei kämen ausschließlich PCR-Tests zum Einsatz.

Zu etwaigen Krankheitssymptomen bei den Infizierten und deren Schwere lagen dem Pressesprecher keine Erkenntnisse vor. Die Betroffenen, die sich angesteckt haben, würden natürlich isoliert. Die Entscheidung über ein etwaiges Besuchsverbot treffe das Pflegeheim selbst. Die Testergebnisse von den aktuellen Abstrichen lägen möglicherweise schon heute vor, „ansonsten am Freitag“, so Galeotti weiter. Der Auslöser des Infektionsgeschehens sei unklar und werde sich wohl nicht zweifelsfrei feststellen lassen. Es sei jedenfalls gut, dass die Infektionen frühzeitig erkannt worden seien und es sich nicht um einen „flächenmäßigen Ausbruch“ handele.

„Das Gesundheitsamt hat sich mit den Pflegeheimen schon im Frühjahr auf eine Art Screening verständigt. Das heißt, dass immer wieder nach einem bestimmten Muster getestet wird. Dies trägt dazu bei, Infektionsgeschehen frühzeitig zu erkennen. Dass es überhaupt zu Ansteckungen kommt, lässt sich leider trotz aller Schutzmechanismen, die es gibt, nicht ganz verhindern“, bedauerte Galeotti. Das beste Beispiel dafür sei ja Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Ich gehe mal fest davon aus, dass er sich an alle möglichen Vorgaben hält. Trotzdem hat es bekanntermaßen ja auch ihn erwischt.“

Einige der bislang insgesamt seit Ausbruch der Pandemie in der Samtgemeinde Harpstedt Infizierten haben dem Vernehmen nach durchaus schwerere Krankheitsverläufe durchlitten. Mit Corona assoziierte Todesfälle gab es hingegen noch nicht. Galeotti: „Drücken wir die Daumen, dass es so bleibt!“

Von Jürgen Bohlken

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