Schwelbrand in Sicherungskasten ruft Feuerwehr auf den Plan

Die Ausrüstung der Feuerwehrkräfte muss in Zeiten der Pandemie natürlich auch der Ansteckungsgefahr mit dem Sars-CoV-2-Virus Rechnung tragen. Foto: Stiller

Harpstedt – Die Feuerwehr Harpstedt ist in der Nacht zum Sonntag, um 23.48 Uhr, alarmiert worden: In einem Wohnhaus an der Burgstraße im Flecken sei es in einem Elektrokasten zu einem Schwelbrand gekommen, meldete die Großleitstelle Oldenburg. Nachdem Gruppenführer Tim Sparkuhl die Lage erkundet und das Haus evakuiert hatte, schickte er einen Trupp mit einer Wärmebildkamera in den Keller. Ein Anwohner vermeldete, er habe einen lauten Knall gehört und daraufhin direkt den Notruf gewählt.

Der Trupp stellte zunächst nichts Auffälliges fest. Sodann kontrollierte er den zweiten Sicherungskasten im Erdgeschoss. Dort registrierte die eingesetzte Wärmebildkamera eine leichte Erwärmung. Außerdem fiel eine geschmolzene Plastikabdeckung ins Auge. Der Trupp öffnete den Kasten und fand ein verrußtes Kabel vor.

Nach Anwendung der Sicherheitsregeln der Elektrik (freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit prüfen, erden und kurzschließen, benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken) habe die Einsatzstelle dem Vermieter übergeben werden können, erläutert der Pressesprecher der Ortsfeuerwehr Harpstedt, Jannik Stiller.

Er weist am Rande auf die Schutzausrüstung hin, die in Zeiten der Pandemie natürlich der Sars-CoV-2-Infektionsgefahr Rechnung tragen muss. „Aufgrund der derzeitigen Lage sind auch die Einsatzkräfte daran gebunden, sich ausreichend zu schützen. Leider machen Einsätze in der Coronazeit keine Pause. Das erfordert eine besondere Beachtung. Bei der Feuerwehr Harpstedt haben wir auf den Einsatzfahrzeugen Mund- und Nasenschutz verlastet, damit sich die Einsatzkräfte im Einsatzfall damit ausrüsten und gegenseitig schützen können. Auch Schutzanzüge befinden sich im Fahrzeug, falls die Feuerwehr den Rettungsdienst unterstützen muss“, so Stiller.

Diese Vorkehrungen seien einfach unerlässlich, denn sollte sich ein Brandschützer tatsächlich mit dem Virus angesteckt haben und komme er zum Einsatz, bestünde ganz konkret die Gefahr, dass die Feuerwehr „außer Dienst gehen muss“.

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