Der erste Arbeitseinsatz ist geschafft

Ambitionierter Start eifriger „Glücksgärtner“

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Es blieb nicht bei guten Gestaltungsideen. Die „Glücksgärtner“ setzten sie mit viel Tatendrang auch um.

Harpstedt - Ihren ersten Arbeitseinsatz hat dieser Tage die vom „freiraum“ in Harpstedt gegründete „Glücksgarten“-Gruppe gemeistert. Bei Wind und Wetter strömten zwölf Mitstreiter mit Schaufeln, Spaten und Astkneifern in das grüne Refugium von Birgit Blocksdorff. Das liegt gleich hinter dem „freiraum“-Laden an der unteren Freistraße. Ziel des „Glücksgarten“-Projektes ist es, „reihum“ private Gärten in gemeinschaftlicher Arbeit möglichst nutzbringend und dabei klimafreundlich aufzuwerten.

Der Anfang ist nun mit dem ersten Arbeitseinsatz gemacht. Nach einer kurzen Einführung der Gartengestalterinnen Ulrike Oemisch und Sabina Dalg-Vinken zum Thema Permakultur ging es zunächst darum, den Blocksdorffschen Garten aufmerksam zu inspizieren und sein Potenzial „für klimafreundliche Weiterentwicklungen zu erkennen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die dahinter stehenden – konkreten – Fragestellungen: Wie lässt sich das Sonnenlicht besser nutzen und Pflanzfläche vergrößern? Welche Recyclingbaustoffe können als Wärmespeicher Verwendung finden? Und wie gelingt es, regionale Ressourcen zu nutzen?

Einiges an Recyclingmaterial war in dem privaten Garten bereits vorhanden. Familie Hackfeld stiftete zusätzlich gebrauchte Steine und Holz. Die Firma „baumrausch“ stellte Motorsäge und weitere Werkzeuge zur Verfügung. Der Garteneinsatz sei mit einem Budget von nur fünf Euro ausgekommen, vermeldet das „freiraum“-Projektteam und spricht den Unterstützern ein Dankeschön aus.

„Schwarmintelligenz“ bringt Erstaunliches hervor

Der Bestandsaufnahme schloss sich das Erarbeiten und Notieren neuer Ideen in Kleingruppen an. Die Planerinnen und die „Garten-Gastgeberin“ zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Kurzentwürfe. „Unglaublich, was so viel Schwarmintelligenz in einer halben Stunde hervorbringt“, staunte Ulrike Oemisch. Gut gestärkt mit heißer Suppe, schritten die „Glücksgärtner“ dann in Regenmontur und mit tief ins Gesicht gezogenen Kapuzen unverdrossen zur Tat: Unter fachkundiger Anleitung schnitten fleißige Hände Gehölze, fällten einen Baum, zimmerten ein Hochbeet aus Robinienholz-Resten und füllten es mit Strauchschnitt, Laub und Grassoden. 

Obendrein bauten sie ein Stück Recyclingmauer aus gebrauchten Steinen. Bis zur Dämmerung hielt die Begeisterung über das Geleistete an; das Begießen der einzelnen Werke musste im Dunkeln geschehen. „Die Teilnehmer haben neben Birgit Blocksdorffs leckerem Kuchen und Matsch an den Stiefeln auch jede Menge neuer Erkenntnisse und viel Freude mitgenommen. Und die Gastgeberin sieht ihren Garten in einem ganz neuen Licht. Sie freut sich auf die Umsetzung weiterer Schritte“, resümieren Sabina Dalg-Vinken und Ulrike Oemisch.

Der nächste „Glücksgarten“ soll – nach einer Winterpause – am 14. Januar 2018 Gestalt annehmen. Dann geht’s zum Arbeiten in einen Kiefernwald bei Wildeshausen. - eb

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