Unterrichtsversorgung offenbar sehr schlecht

Schulbeginn unter keinem guten Stern

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Die fünf Vokale kamen sich in dem aufgeführten Theaterstück um einen „Krieg der Buchstaben“ mächtig wichtig vor.

Harpstedt - Unter keinem guten Stern steht der Beginn des neuen Schuljahres an der Grundschule Harpstedt. Die Unterrichtsversorgung sei, wie aus Elternkreisen verlautete, dramatisch schlecht. Sie soll sich um nur etwa 80 Prozent bewegen. Eine verlässliche Zahl liegt unserer Zeitung bislang nicht vor. Die Schulleitung ist nicht befugt, sich öffentlich oder gegenüber der Presse zur Lehrerversorgung zu äußern.

Rektor Ufke Janssen (l.) begrüßte die ABC-Schützen und ihre Eltern in der diesmal nicht überfüllten Pausenhalle. 

Bis vor kurzem konnte Rektor Ufke Janssen nicht einmal mit letzter Gewissheit sagen, wer in der 1d die Klassenleitung übernimmt. Erst in der zweiten Wochenhälfte kam das verbindliche Okay der Landesschulbehörde für die Abordnung von Lehrerin Nadine Jastrob, die vormals an der Wallschule in Wildeshausen unterrichtete.

Von den personellen Dingen, die offenkundig im Argen liegen, bekamen die über 90 am Sonnabend eingeschulten Kinder der Basisklasse und der vier ersten Klassen nichts mit. Sie erlebten eine harmonische Einschulungsfeier.

Wegen der strengen Limitierung der Plätze in der Pausenhalle herrschte dort diesmal keine Platznot. Allerdings schmeckte es nicht allen Eltern, dass pro Kind nur zwei Eintrittskarten für Begleitpersonen ausgegeben worden waren. Das machte es anderen Angehörigen oder auch Paten unmöglich, das Geschehen mitzuverfolgen. Sie mussten „draußen bleiben“ – auf dem Schulhof. Diskussionen mit dem Ziel, vielleicht doch irgendwie Einlass gewährt zu bekommen, blieben naturgemäß nicht aus.

Zu Beginn der Feierstunde suchte Rektor Ufke Janssen sofort den Kontakt zu den neu einzuschulenden Mädchen und Jungen. Worauf die Kinder denn besonders neugierig seien, wollte er wissen. „Mathe“, antwortete ein Junge. Was das sei, hakte Janssen nach. „Na, zwei plus zwei rechnen – und so“, bekam er zur Antwort. Ein anderes Kind freute sich sich auf Kunst. „Oh, diese Antwort höre ich aber sehr selten“, staunte der Rektor. Als er nachfragte, was sich hinter Kunst verberge, musste sein „Interviewpartner“ aber passen: „Weiß ich nicht“.

Ehe es mit den Klassenlehrerinnen in die Klassenräume ging, führte die 3b von Woldemar Schilberg ein Theaterstück auf. Es handelte von einem Streit zwischen Vokalen und Konsonanten darüber, wer die wichtigeren Buchstaben im Alphabet seien. A, E, I, O und U, die selbst erklärten „Super Fünf“, wetteten darauf, dass es die Mitlaute nicht schaffen würden, ein einziges Wort ohne Vokal zu finden. Sie mussten am Ende klein beigeben: „Pscht“ als Aufforderung, leise zu sein, kommt ohne Selbstlaut aus – und steht (als Nebenform zu „pst“) im Duden. 

boh

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