Abrissarbeiten an Wildeshauser Straße beginnen

Neueröffnung von Aldi und Inkoop 2022

Ein Abrissbagger macht sich am Haus an der Wildeshauser Straße in Harpstedt zu schaffen. An diesem Standort bauen Aldi und Inkoop neu.
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Ein Abrissbagger macht sich am Haus an der Wildeshauser Straße in Harpstedt zu schaffen. An diesem Standort bauen Aldi und Inkoop neu.

Harpstedt – Ein Abrissbagger arbeitet sich durch das ehemalige Wohnhaus von Werner Strodthoff (74) und Ehefrau Gisela aus dem Jahr 1973 an der Wildeshauser Straße 2 in Harpstedt. Zwei Mitarbeiter sind damit beschäftigt, das entkernte Gebäude Mauer um Mauer einzureißen. Wo sich jetzt noch mehrere Fahrzeuge und verschiedene Arbeitsmaterialien auf dem rund 17 000 Quadratmeter großen Areal zwischen Wildeshauser Straße, Freistraße und Carsten-Horst-Kamp befinden, sollen voraussichtlich im zweiten Quartal 2022 zwei neue Supermärkte stehen.

Am Montag hat der Abriss des Wohnhauses begonnen. Ein Bauernhaus von 1925 muss ebenfalls weichen, um Platz für den neuen Aldi und Inkoop zu schaffen. Die Arbeiten dauern um die zwei bis drei Wochen, wie Karsten Scheele aus der Geschäftsführung vom gleichnamigen Unternehmen auf Nachfrage sagt. Wie berichtet, ziehen die beiden Läden vom Junkernkamp an die Wildeshauser Straße. Am bisherigen Inkoop-Standort will Netto neu bauen. Die drei Märkte erweitern in der Summe um 1 520 Quadratmeter Verkaufsfläche. Inkoop legt um rund 700 auf etwa 1 800 Quadratmeter Verkaufsfläche zu. Aldi wächst um 340 auf 1 050 Quadratmeter. Der Netto-Markt vergrößert sich um 480 auf dann 1 150 Quadratmeter Fläche.

Größer, heller und moderner: So sollen der neue Inkoop und der Aldi an der Wildeshauser Straße in Harpstedt aussehen, wenn sie fertig sind.

Der Umzug könnte zwei Leerstände bedeuten. Was mit den Alt-Immobilien geschehe, entscheide der Eigentümer, teilt die Gemeindeverwaltung auf Nachfrage mit. Inkoop baut Aldi mit um, um ihn dann an den Discounter zu vermieten. Die Postagentur zieht ebenfalls mit den beiden Supermärkten an die Wildeshauser Straße.

Am neuen Standort dürfen sich die Kunden auf einen Backshop mit Außen- und Innenbestuhlung, einen Blumenladen sowie auf eine Verkaufsstelle für Zeitschriften und Tabakwaren freuen. Ob es dort auch eine Lotto-Annahmestelle geben wird, „ist im Augenblick noch nicht geklärt“, wie Bernd Oetken aus der Inkoop-Geschäftsführung auf Nachfrage mitteilt.

1995 eröffnete Birgit Stelter den Laden „Schnäppchen“ an der Lindenstraße 16 in Harpstedt. Seit 25 Jahren verkauft sie in der Lotto-Annahmestelle Zeitschriften-, Tabakwaren- sowie Glückwunschkarten. Was sagt sie zu dem geplanten Tabak- und Zeitschriftenladen? „Ich bleibe auf jeden Fall hier. Ich schaue mal, was passieren wird.“ Sie ist zuversichtlich, dass ihre Stammkunden auch weiterhin den Weg zu ihr finden werden. „Ich mache mir keine allzu großen Sorgen“, sagt Stelter.

Neben dem Tabak- und Zeitschriftenshop beinhalten die Planungen eine Ladestation für Elektroautos, etwa 20 Fahrradstelleplätze und mindestens 150 Parkplätze, sagt Oetken. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, solle es mit dem Bauen losgehen. „Die erwarten wir im ersten Quartal“, so Oetken. Und wie lange dauert der Bau? „Wenn dann tatsächlich Baustart ist, von dem Tag ein Jahr.“ Welche Firma den Bau übernehme, sei noch unklar. „Da sind wir noch in den Ausschreibungen.“

Am Inkoop-Altstandort am Junkernkamp soll ein neuer Netto-Discounter entstehen.

Was erwartet die Kunden neben dem Backshop und Blumengeschäft noch? „Die Frischekompetenz stellen wir ganz anders aus. Es wird eine Salattheke, eine Suppenbar und heiße Küche geben.“ Zudem solle eine moderne und großzügige Fischabteilung mit einem Räucherofen entstehen. „Der Fleischer, der bei uns drin ist, wird die Abteilung modernisieren“, listet Oetken die Neuerungen des Inkoop auf. Und von außen? „Es wird ein optisches Highlight.“

Es sollen natürliche Baustoffe verwendet werden. „Der Großteil wird in holzbauweise sein, große Holzbauelemente kommen zum Tragen. Es gibt Fotovoltaikanlagen und großere Gänge. Das ist eine ganz neue Dimension.“

Aldi passe sich ebenfalls an. „Da gibt es sicherlich eine Orientierung an dem Bau in Wildeshausen“, sagt Bernd Oetken weiter. „Das ist einfach ein Projekt für die Zukunft.“ Die Strodthoffs haben ihr neues Haus in Harpstedt bereits bezogen. „Jetzt ist alles schön eben“, freuen sie sich.

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