Ausgelassene Nachfeier

Schiebenscheeten: Garde-Rott erringt den Pokal

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Impressionen von einer ausgelassenen Nachfeier zum Schiebenscheeten im Koems-Saal.

Harpstedt - Von Anja Nosthoff. „Die zweitbeste Auszeichnung nach dem König, die wir hier in Harpstedt zu vergeben haben, ist der Rottpokal“, verkündete der stellvertretende Bürgermeister Stefan Wachholder am späten Sonnabendnachmittag beim Aufmarsch der Harpstedter Bürgerschützen vor dem Koems-Saal. Das sei vor allem an der Jubelstärke des jeweiligen Sieger-Rottes stets abzulesen.

Dieses Mal hatte das Garde-Rott allen Grund zu jubeln: Stolz nahmen der Korporal Werner Kracke sowie die sechs Schützen, die mit Erfolg auf die Scheibe gezielt hatten, ihren wohlverdienten Pokal in Empfang.

Der Aufmarsch sowie der anschließende Auftakt der Finalparty im Koems-Saal wurde in diesem Jahr übrigens zu etwas ganz Besonderem. Mit dabei war nämlich als „Special Guest“ die Musikkappelle Buchenberg aus dem Allgäu. Seit Wolfgang Krössing als Flecken-Ratsmitglied zur 500-Jahr-Feier von Harpstedt im Jahr 2009 den Kontakt zu den Buchenberger Musikern hergestellt hatte, besteht eine intensive Freundschaft zwischen den Buchenbergern und den Harpstedter Pragern.

Grund zum Jubeln hatte das Garde-Rott: Mit 141 Ringen gewann es den Pokal.

Die Zuschauer vor dem Koems-Saal genossen den außergewöhnlichen Anblick, der sich ihnen bot: Nicht oft kommt es schließlich vor, dass bayerische Musiker in Dirndln und Lederhosen zwischen den Harpstedter Bürgerschützen mitmarschieren. Die Finalparty, bei der am späteren Abend DeeJay Jürgen B. für die Partymusik sorgte, bereicherten die Buchenberger zum Auftakt mit einem gut einstündigen Konzert.

In traditioneller Lederhosentracht mischte sich in diesem Jahr übrigens auch Bürgerschütze Wolfgang Krössing unter seine Kollegen aus dem II. Rott. Mit dem musikalischen Besuch aus seiner Heimat bekam der gebürtige Allgäuer mit dem typisch süddeutschen Spitznamen „Bobby“ Gelegenheit, mal wieder der Erinnerung an seine Wurzeln zu frönen – und diese Gelegenheit ließ er selbstverständlich nicht aus.

Strammes Programm von Freitag bis Sonntag

Die Buchenberger genossen am Wochenende der „Schiebenscheeten“-Nachfeier nicht nur die Harpstedter Gastfreundschaft, sondern absolvierten von Freitag bis Sonntag auch ein strammes Programm – und das nach zehnstündiger Busfahrt in der Nacht von Donnerstag zu Freitag. Neben den Märschen und Auftritten im Rahmen der Nachfeier unternahmen die Buchenberger eine Weser-Fahrt und besichtigen das Weserstadion. Für eine geführte Tour durch Harpstedt inklusive Besichtigung des Amtshofes, der Kirche und der Wassermühle sorgten Claus Grote und Klaas Akkermann. Den Freitagabend feierten Prager und Buchenberger gemeinsam ganz im Zeichen der Musik. „Unsere Feier bei Eiskamp haben wir mit einer gut zweistündigen Session eingeläutet“, berichtete Steffen Akkermann, der Dirigent der Prager.

Die Abschlussparty stellte den Höhepunkt des Besuchs dar. „Ich habe gerade schon in einige Gesichter geschaut – und wir wollen es heute noch mal richtig krachen lassen“, verkündete auch Wachholder schon während der Verleihung des Rottpokals. Das Garde-Rott hatte sich übrigens knapp gegenüber dem I., II. und III. Rott durchgesetzt: Mit 141 Ringen gegenüber 140 Ringen (III. Rott) und zweimal 139 Ringen. 150 Ringe wären möglich gewesen. Die Schützen Klaas Akkermann, Hartmut Bahrs, Claus Dräger, Peter Huntemann, Peter Herrmann und Andreas Günnemann hatten ihr Rott zum Sieg geführt.

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