Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss tagt am 15. April

Sandabbau versus Naturschutz: SPD sieht Informationsbedarf

Sowohl das Landesraumordnungsprogramm als auch der Flächennutzungsplan stehen einer Naturschutzgebietsausweisung entgegen.
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Sowohl das Landesraumordnungsprogramm als auch der Flächennutzungsplan stehen einer Naturschutzgebietsausweisung entgegen.

Große Höhe/Harpstedt – Umfassende Informationen über die Entwicklung des Sandabbaus in der Samtgemeinde Harpstedt wünscht die SPD-Fraktion. Zu diesem Zweck hat sie die Einberufung einer Sitzung des Fachausschusses für Bau, Umwelt und Planung beantragt.

Nach dem Willen der Sozialdemokraten soll die Verwaltung darstellen, „weshalb seinerzeit im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans abschließend Flächen für den Sandabbau ausgewiesen wurden“.

Hintergrund des SPD-Antrags sind die Überlegungen auf Landkreisebene zur etwaigen Ausweisung eines Naturschutzgebietes westlich der Straße „Zur Großen Höhe“. Der Bereich gilt als ökologisch wertvoll. Dort lagert aber zugleich hochwertiger Bausand. Das erklärt die Darstellung des Areals als Vorranggebiet für die Rohstoffgewinnung (Sand) im niedersächsischen Landesraumordnungsprogramm. Diese Ausweisung steht den Bestrebungen in Richtung Naturschutzgebiet ebenso entgegen wie der Flächennutzungsplan: Vor knapp 20 Jahren hatte die Samtgemeinde Harpstedt ihre begrenzten Möglichkeiten zur Steuerung des Sandabbaus genutzt und Konzentrationszonen ausgewiesen.

Verwaltungsseitige Stellungnahme

Heißt: Auch der F-Plan müsste geändert werden, wenn im südlichen Teil der „Großen Höhe“ ein Naturschutzgebiet entstehen soll. Dazu sieht die Samtgemeinde Harpstedt aber bislang keine Veranlassung, geht aus einer verwaltungsseitigen Stellungnahme hervor; Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse hat den Landkreis gebeten, von einer Unterschutzstellung des südlichen Teils der Großen Höhe Abstand zu nehmen.

Keine Online-Option für die Öffentlichkeit

Die SPD-Samtgemeinderatsfraktion hält es für erforderlich, die politischen Gremien und die Öffentlichkeit „auf den aktuellen Stand“ zu bringen. Das soll am Donnerstag, 15. April, in der 19-Uhr-Hybridsitzung des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses passieren. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können nur „in Präsenz“ dabei sein. Sie müssen sich also mit Maske persönlich in der Pausenhalle der Oberschule Harpstedt einfinden, während die Ausschussmitglieder die Option der Online-Teilnahme haben.

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