Saisoneröffnung noch nicht absehbar

Nur geimpft, genesen oder mit Negativtest ins Freibad?

Mit einer Freibadsaison unter den Bedingungen des vergangenen Jahres könnte Herwig Wöbse gut leben.
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Mit einer Freibadsaison unter den Bedingungen des vergangenen Jahres könnte Herwig Wöbse gut leben.

Harpstedt – Die Nachfragen von Bürgern nach dem Saisoneröffnungstermin für das Rosenfreibad mehren sich. Mitte Juni könnten die Fliesenschäden behoben und die Becken befüllt sein. „Wenn’s gut läuft“, schränkt Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse ein. Dann aber gäbe es immer noch ein Problem: Zutritt dürften nach jetziger Lage der Dinge nur Besucher mit aktuellem negativen Corona-Schnelltestergebnis, Impf- oder Genesungsnachweis haben.

Mal abgesehen vom zusätzlichen Aufwand, den die Kontrolle der Bescheinigungen verursachen würde, stellt sich die Frage, ob noch mit einigermaßen vertretbaren Besucherzahlen zu rechnen wäre. Herwig Wöbse kann sich eine Saison unter den Voraussetzungen des vergangenen Coronajahres gut vorstellen. Solange aber zusätzlich die Pflicht zum Test- oder Immunitätsnachweis besteht (bei nachhaltigen Sieben-Tage-Inzidenzen unter 50 im Landkreis Oldenburg), macht der Saisonstart nach seiner Ansicht keinen Sinn.

Für jemanden, der das Rosenfreibad jeden Tag besuchen will, hieße das: Ist er weder geimpft noch von einer Corona-Erkrankung genesen, müsste er tagtäglich ein neues negatives Schnelltestergebnis vorlegen. Diese Hürde hält Wöbse für zu hoch. Er will abwarten, bis sie gefallen ist. Gut möglich allerdings, dass die Testpflicht noch wochenlang besteht. Auf einen auch nur halbwegs verlässlichen Saisoneröffnungstermin mag und kann sich Herwig Wöbse derzeit nicht festlegen.

Wir sind nicht später als in früheren Jahren gestartet.“

Herwig Wöbse

Kritik, die Samtgemeinde sei zu spät mit der Saisonvorbereitung in die Puschen gekommen, widerspricht er indes vehement: „Wir sind nicht später als in früheren Jahren gestartet.“ Allerdings „hakte“ es stärker als erwartet. „Und das, obwohl beim Nichtschwimmerbecken gefühlt schon alles gut gelaufen war“, ärgert sich Wöbse. „Am Tag vor der geplanten Wiederbefüllung sind im Bodenbereich Fliesen-Ablösungen in einem größeren Ausmaß aufgetreten. Das war eine sehr unschöne Überraschung. Zwar haben wir immer einen Vorrat an Fliesen in der Hinterhand, aber die bevorratete Menge reichte für die Behebung dieser Schäden nicht aus. Das Problem: Es gibt sie nicht überall zu kaufen. Meines Wissens stellt nur noch ein Unternehmen solche Fliesen her. Wir mussten nachbestellen und eine längere Lieferzeit in Kauf nehmen. Dadurch hat sich die Ausbesserung des Nichtschwimmerbeckens deutlich verzögert. Als Folge davon haben sich wiederum auch die Ausbesserungen im Schwimmerbereich nach hinten verschoben“, erläuterte der Samtgemeindebürgermeister auf Nachfrage unserer Zeitung.

Dazu muss man wissen: In beiden Becken bleibt das Wasser den Winter über stehen. Es einfach komplett in den Schmutzwasserkanal einzuleiten, wäre ein unverhältnismäßig teures „Vergnügen“. Die Samtgemeinde wählt einen wassersparenden Weg. Vor Beginn der neuen Saison wird zunächst das Nichtschwimmerbecken (in den Kanal) entleert. Sind die dort aufgetretenen Schäden behoben, geht’s „nebenan“ weiter. Das Wasser aus dem Schwimmer- wird ins Nichtschwimmerbecken umgepumpt. Der Schwimmerbereich kann dann ebenfalls ausgebessert werden. Diese Arbeiten dauern aktuell an.

„Bodenfliesen müssen erneuert und Silikonfugen gesetzt werden. Dafür braucht es trockenes Wetter. In den vergangenen Wochen war es aber einfach zu nass. Daher kam es auch im Schwimmerbecken zu Verzögerungen“, verschweigt Wöbse nicht.

Natürlich haben wir uns um eine neue dritte Kraft bemüht. Die fängt am 1. Juni an.“

Herwig Wöbse

Ein anderes Problem ist hingegen vom Tisch: Es gibt wieder hinreichend Badpersonal. Mit Beginn kommenden Monats wäre die Schwimmaufsicht mit drei Vollzeitkräften plus Aushilfen gesichert, wenn das Freibad dann schon öffnete. Das Personal reicht zumindest für eine Saison mit coronabedingten Einschränkungen.

„Normalerweise haben wir im Freibad vier Vollzeitangestellte. 2020 waren es wegen der pandemiebedingten Einschränkungen drei. Damit kamen wir arbeitsmäßig gut über die Runden. Eine Kraft verließ uns dann aber. Deshalb konnten sich nur noch zwei um die Vorbereitung der Saison 2021 kümmern. Natürlich haben wir uns um eine neue dritte Kraft bemüht. Die fängt am 1. Juni an“, so Herwig Wöbse.

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