Hörstube und JuH wiederholen Aktion

Rund 60 Wunschzettel hängen an Zweigen

Bei der Wunschbaum-Aktion kooperieren die Hörakustikmeisterinnen Susanne Stößer (hinten rechts) und Sabine Karwacik (hinten, 2.v.r.) sowie Azubi Jennifer Fritzsch (vorn rechts) aus der „Hörstube“ in Harpstedt wieder mit den Jugendpflegern Markus Pieper (vorn links) und Annelen Voß (hinten links). - Foto: Bohlken
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Bei der Wunschbaum-Aktion kooperieren die Hörakustikmeisterinnen Susanne Stößer (hinten rechts) und Sabine Karwacik (hinten, 2.v.r.) sowie Azubi Jennifer Fritzsch (vorn rechts) aus der „Hörstube“ in Harpstedt wieder mit den Jugendpflegern Markus Pieper (vorn links) und Annelen Voß (hinten links). 

Harpstedt - „Sind die Wunschzettel schon alle weg? Bin ich wieder zu spät?“, erkundigte sich eine Frau dieser Tage in der Hörstube in Harpstedt. Die Hörakustikmeisterinnen Susanne Stößer und Sabine Karwacik konnten die Dame beruhigen: Zwar stehe der „Wunschbaum“ schon an seinem angestammten Platz; die Zettel seien aber noch nicht an die Zweige gehängt worden.

Das hat sich inzwischen geändert: 50 Wünsche von Kindern aus Familien, deren Eltern sich keine reich gedeckten Gabentische leisten können, warten nun darauf, erfüllt zu werden. Etwa zehn weitere kommen noch hinzu.

In Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schule, „Happy Kids“ und Flüchtlingsinitiative hat die Jugendpflege Harpstedt (JuH) Mädchen und Jungen von rund sechs Monaten bis 16 Jahre ausfindig gemacht, die bedacht werden sollen – jeweils zusammen mit ihren Brüdern und Schwestern, damit bei der Bescherung kein Neid aufkommt. Darunter sind allein 21 Kinder von Flüchtlingen – sowie solche aus sehr großen Familien mit vier oder sogar sechs Geschwistern.

Die Bandbreite der Wünsche reicht von Gutscheinen über die Schneehose (dreimal vertreten), Lego-Spielzeug und „Wimmelbücher“ bis hin zu Siku-Autos, Puppenkochgeschirr und -bekleidung. Ein kleiner Junge wolle sogar „echtes Werkzeug“ haben, staunt Jugendpfleger Markus Pieper. 

Zusammen mit seiner Kollegin Annelen Voß übernimmt er wieder das Verteilen der Geschenke, die Bürger, darunter Rotkreuzler aus dem DRK-Ortsverein, stiften, um Kindern aus nicht gut betuchten Familien eine Freude zu bereiten. Für gewöhnlich verpacken die „Schenker“ die Präsente ausgesprochen liebevoll.

Wer selbst einen Wunsch im Wert von rund 20 Euro erfüllen möchte, kann in die Hörstube kommen und sich einfach einen der Zettel vom „Wunschbaum“ nehmen. Darauf ist jeweils der Vorname des Kindes und dessen Alter notiert. Ebenso natürlich der jeweilige Wunsch.

Die verpackten Präsente müssen die „Schenker“ in diesem Jahr bis spätestens Sonnabend, 15. Dezember, 12 Uhr, in der Hörstube abgeben. Die Jugendpfleger wollen frühzeitig mit dem Verteilen beginnen. Aus gutem Grund: Am 17. Dezember wird es für die Flüchtlinge eine Weihnachtsfeier geben. Und zu diesem Anlass wird ein großer Teil der Präsente bereits überreicht. 

boh

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