Hospizverein freut sich über den Erfolg des Chor- und „Prager“-Benefizkonzertes

Rund 1 .000 Euro für das Sternengarten-Vorhaben

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Ein voller Erfolg ist am Sonntag das Benefizkonzert zugunsten des geplanten Sternengartens in der Christuskirche gewesen. Zum guten Gelingen trug neben den „Pragern“ auch der Gemischte Chor Harpstedt mit Dirigent Steffen Akkermann (l.) bei. 

Harpstedt - Von Melissa Lindloge. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Hospizvereins der Samtgemeinde haben der Gemischte Chor Harpstedt und das Blasorchester Harpstedter „Prager“ am Sonntag ein Benefizkonzert in der Christuskirche gegeben.

Die dabei zusammengekommene Kollekte in Höhe von immerhin rund 1.000 Euro ist für die Finanzierung des Sternengartens bestimmt, der noch in diesem oder aber im kommenden Jahr auf dem Friedhof realisiert wird.

Entstehen wird dann in Kooperation von Hospizverein und evangelischer Kirchengemeinde eine Gedenkstätte für „Sternenkinder“, also für Säuglinge, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben und im übertragenen Sinne die „Sterne“ erreichen, noch ehe sie eine Chance auf ein irdisches Leben gehabt haben.

„Es war eine wirklich schöne Veranstaltung. Wir freuen uns über die tolle Kollekte und haben das Geld schon auf das Konto eingezahlt“, sagte gestern Morgen die Vorsitzende des Hospizvereins, Elke Kopmann-Cordes, auf Nachfrage unserer Zeitung. Dankbar ist die den „Pragern“ und den Chormitgliedern, die mit dem Konzert einen großen Beitrag zur Erwirtschaftung der für die Gedenkstätte benötigten Mittel geleistet haben.

Der Hospizverein erhofft sich von dem – auch von Flecken und Samtgemeinde bezuschussten – Harpstedter Sternengarten, dass er betroffenen Eltern in schwerer Zeit Kraft und Mut geben möge. Das ist im Übrigen auch generell ein Anliegen des Trauercafés: An jedem ersten Sonntag im Monat kommen Hinterbliebene auf Einladung des Hospizvereins um 15.30 Uhr in der Begegnungsstätte an der Amtsfreiheit, Ecke Tielingskamp, zusammen und erfahren dort: Sie sind in ihrer Trauer um verstorbene Mitmenschen nicht allein.

Zurück zum Konzert, das Pastor Gunnar Bösemann eröffnete: Dirigiert von Steffen Akkermann, trugen die „Prager“ und der Gemischte Chor Harpstedt abwechselnd Musikstücke vor. Dazwischen gab es Wortbeiträge seitens des Hospizvereins. Die Schirmherrschaft hatte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse übernommen. Die Titel waren mit viel Fingerspitzengefühl ausgesucht worden. Die deutlich über 100 Gäste lauschten dem Chor, begleitet von Klavier und Akkordeon, etwa bei Liedern wie „Only Time“ von Enya („Nur die Zeit kann zur Überwindung von Leid helfen“) oder „Over the Rainbow“ („Irgendwo über’m Regenbogen weit liegt ein Land jenseits unseres Raumes und unserer Zeit“).

Zum Abschluss nochmals Gänsehaut

Neben Chor und „Pragern“ erfüllten drei junge Streicher von der Musikschule des Landkreises Oldenburg unter der Leitung von Ute Klitte die Kirche mit Klängen. Bei einem Gläschen Wein genossen die Besucher die Ergebnisse rund dreiwöchiger Vorbereitungen. Die Proben seien gar nicht so einfach gewesen, „da wir eigentlich andere Musik spielen“, verriet Steffen Akkermann über die Arbeit mit den „Pragern“. „Wir mussten sehr variabel sein“. Gut in das Konzert passte „(Everything I do) I do it for you“ („Alles was ich mache, tue ich für dich“). „Ich dachte, diese Worte sind zutreffend für die Mitglieder eines Hospizvereins“, leitete der Dirigent den Bryan-Adams-Titel ein. Auch Stücke wie „Über sieben Brücken musst du geh’n“ von Karat oder Reinhard Meys „Über den Wolken“, von den „Pragern“ reizvoll interpretiert, fügten sich ohne Bruch in das Konzert ein. Elke Kopmann-Cordes verabschiedete die Gäste und sprach allen Beteiligten Dank aus – auch für die „gut ausgewählten Stücke“. 

Zum Abschluss bereiteten Musiker und Sänger gemeinsam mit dem Leonard-Cohen-Klassiker „Hallelujah“ den Besuchern nochmals Gänsehaut. Ein plötzliches kräftiges Gewitter „animierte“ dann dazu, nach Konzert-Ende noch etwas in der Kirche zu verweilen. Dabei gab es Gelegenheit, sich auszutauschen und sich über den Hospizverein zu informieren.

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