Das Hörmobil macht am Tag gegen Lärm, 30. April, Station in Harpstedt

In der Ruhe liegt die Kraft

Harpstedt - Dass in der Ruhe die redensartliche Kraft liegt, können die Hörakustikmeisterinnen Martina Hundt und Susanne Stößer bestätigen. „Der Schutz des Gehörs steht als präventive Maßnahme für gutes Hören an erster Stelle“, betonen sie.

Anlässlich des bundesweiten Tags gegen Lärm laden sie für den 30. April alle Interessierten in ihre „Hörstube“ an der Burgstraße in Harpstedt ein, sich über modernen Gehörschutz zu informieren. Außerdem weisen sie auf eine dann auch präsente neutrale Anlaufstelle hin: Das Hörmobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören macht vorm Bücherlädchen am Junkernkamp Station. Hier besteht die Möglichkeit, kostenlos und unverbindlich sein Hörvermögen testen zu lassen.

„Die Ruhe weg“ – dieses Motto überschreibt den diesjährigen Tag gegen Lärm, mit dem eine internationale Initiative seit 1998 einmal im Jahr auf die negativen Folgen von „Krach“ aufmerksam macht. „Viele unserer Kunden lernen den Wert guten Hörens erst schätzen, wenn ihr Gehör bereits geschädigt ist“, bedauern Martina Hundt und Susanne Stößer. Sie kennen die Gefahren aus ihrer eigenen Berufserfahrung. „Impulslärm wie ein lauter Schlag mit dem Hammer auf Metall kann ebenso eine zerstörerische Wirkung haben wie eine hohe Dauerbelastung des Gehörs.“ Ein Problem unserer Zeit ist die zu laute Dauerbeschallung der Trommelfelle. „Wenn man als Nebenstehender fast so viel Musik hört wie derjenige, der die Kopfhörer aufgesetzt hat, ist definitiv Gefahr im Verzug“, warnen die Expertinnen.

Hörschäden entstehen, wenn die empfindlichen Haarsinneszellen im Ohr durch ständige Lautstärke überbeansprucht werden und stark abnutzen. Bei einem lauten Knall können sie sogar auf einen Schlag zerstört werden. Fallen diese Sinneszellen aus oder sind nur noch eingeschränkt funktionsfähig, erfüllen sie ihre Aufgabe nicht mehr. Letztere besteht darin, Schallsignale in elektrische Impulse umzuwandeln, die im Gehirn weiterverarbeitet und als Sprache oder Geräusche erkannt werden. Lässt das Hörvermögen nach, merkt der Betroffene das erst nach und nach. „Nur mit einem Hörtest lässt sich genau feststellen, wie gut Sie hören“, weiß Martina Hundt. „In unserem Fachgeschäft machen wir das gerne kostenlos und unverbindlich.“

Wer sein Gehör schätze, der schütze es auch – und sei es, so Hundt weiter, mit Ohrstöpseln, die schon für wenige Euro zu bekommen seien; passende Stöpsel gebe es auch für Konzerte. „Sie erfassen den Klang der Musik voll und gewährleisten dabei zugleich entspanntes Hören“, erläutert Martina Hundt. · eb

Rubriklistenbild: © dpa

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