(Etappen-)„Finale“ für Pastorenpaar in Harpstedt:

Mit leichtem Gepäck zu neuen Ufern

Das „Finale“ einer Etappe kündigt sich an: Das Pastorenpaar Rucks zieht es mit den vier Kindern in die Schweiz.
+
Das „Finale“ einer Etappe kündigt sich an: Das Pastorenpaar Rucks zieht es mit den vier Kindern in die Schweiz.

Harpstedt – Wenn Hanna und Timo Rucks in Kürze mit ihren Kindern Lea, Simon, Elli und Jonathan Harpstedt den Rücken kehren, „steigen sie wahrscheinlich in ihre beiden historischen VW-Busse, die mittlerweile alle Harpstedter kennen“, vermutet der Kirchenvorstandsvorsitzende Gunnar Bösemann. Dem Pastorenpaar bescheinigt er, Kirchengemeinde und Flecken mit Engagement, der Kraft der Jugend und Herzblut sowie einer „Mischung aus hoher Kompetenz und klarer geistlicher Identität“ bereichert zu haben.

Die Idee, den Gottesdienst zur „Baustelle“ zu erklären und so seine Veränderbarkeit zu betonen, fand stets die volle Unterstützung der Eheleute Rucks, die sich seit 2014 eine Pfarrstelle in der lutherischen Christusgemeinde teilen und demnächst, nach ihrem Umzug, im Kanton Bern wirken werden – in der Gemeinde Langenthal der evangelisch-reformierten Kirche. Von daher passt es gut, dass ihre Verabschiedung in einen Baustellengottesdienst mit dem Titel „Finale“ eingebettet wird, der am Sonntag, 16. Januar, erst um 15 Uhr in der Harpstedter Christuskirche beginnt, damit auch Kollegen aus anderen Gemeinden und Besuch aus der Ferne teilnehmen können.

Teilnahmewillige müssen sich anmelden

Wer in Präsenz dabei sein will, ist aufgefordert, sich anzumelden. Das Anmeldetool wird am Donnerstag, 15 Uhr, freigeschaltet; es ist über   gottesdienst-besuchen.de erreichbar (dort im Feld Gemeindesuche „Harpstedt“ eingeben). Sind alle Plätze vergeben, besteht immer noch die Möglichkeit, das Geschehen via Livestream auf dem Youtube-Kanal „Kirche Harpstedt“ zu verfolgen.

„Natürlich steckt in dem Gottesdiensttitel mehr als nur ein Abschied. Inhaltlich geht es darum, was das Ehepaar in seinem Dienst angetrieben hat: das wirkliche Finale, das Ziel im Glauben an Gott und ein Gemeindeleben, in dem Jesus im Zentrum steht“, heißt es in der Ankündigung. Die Übereinkunft, beizeiten in das Herkunftsland von Hanna Rucks, die Schweiz, zu gehen, hatten die Pastorin und ihr Mann vor langer Zeit getroffen, als sie über ihren gemeinsamen Lebensweg nachdachten.

„Manchmal im Hau-Ruck(s)-Verfahren“

Pastor Gunnar Bösemann lässt keinen Zweifel daran, dass sie in Harpstedt „tiefe Spuren“ hinterlassen haben. „Geht nicht gibt’s nicht“ sei oft ihr Motto gewesen; beide hätten viel in Bewegung gebracht und Vorhaben manchmal auch im „Hau-Ruck(s)-Verfahren“ umgesetzt. Wenn sie nun weiterzögen, sei das Ausdruck einer inneren Haltung, die der eines Pilgers ähnele: mit leichtem Gepäck auf dem eigenen Pfad bleibend, das Ziel im Auge behaltend. Diese erfrischende, geradezu ansteckende Leichtigkeit habe sich immer wieder gezeigt. Etwa in den Predigten von Hanna Rucks, die, obgleich kurz und knackig, viel Tiefgang offenbart hätten. Oder auch „auf Timos Fahrten mit Jugendlichen und Teamern, von denen immer alle mit leuchtenden Augen zurückkamen“.

Herausfordernder Appell, in Bewegung zu bleiben

Die Eheleute Rucks hinterließen nicht einfach eine Lücke, sondern „Menschen, die sie begeistert und befähigt haben und die das Begonnene weiterführen werden – in der Jugendarbeit, in Gottesdienstteams, in der Gemeindebriefredaktion, in Gesprächskreisen“ oder auch „im großen Bereich der digitalen Innovation“. Ihr Aufbruch zu neuen Ufern sei zugleich ein herausfordernder Appell an die Christusgemeinde, „in Bewegung zu bleiben, unnötigen Ballast abzuwerfen, das Wesentliche zu suchen und dabei immer Neues zu wagen“, unterstreicht der Kirchenvorstandsvorsitzende.  

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Maskierte Räuber erbeuten Geld in Colnrade

Maskierte Räuber erbeuten Geld in Colnrade

Maskierte Räuber erbeuten Geld in Colnrade
Wohnhäuser auf Grashorn-Areal?

Wohnhäuser auf Grashorn-Areal?

Wohnhäuser auf Grashorn-Areal?
Was wird aus „Hackfeld’s Dorfkrug“ in Klein Ippener?

Was wird aus „Hackfeld’s Dorfkrug“ in Klein Ippener?

Was wird aus „Hackfeld’s Dorfkrug“ in Klein Ippener?
38 Monate Haft für Helfer auf Drogenplantage

38 Monate Haft für Helfer auf Drogenplantage

38 Monate Haft für Helfer auf Drogenplantage

Kommentare