Theaterstück zur Begrüßung der 45 neuen Fünftklässler

Roter Teppich ist entbehrlich

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Eine Theateraufführung (kleines Bild) zählte zu den Höhepunkten der Begrüßungsfeier in der Pausenhalle.

Harpstedt - „Ihr seid heute untere VIPs“, sagte Konrektorin Ute Hegen am Donnerstagmorgen in der Pausenhalle zu den 45 neuen Fünftklässlern an der Oberschule Harpstedt. „Wir haben zwar keinen roten Teppich ausgerollt, dafür aber eine Begrüßungsfeier für euch organisiert“, fügte sie hinzu.

Den Eltern legte sie einen Beitritt zum Schulförderverein nahe. „Das kostet zehn Euro im Jahr, also nur 83 Cent im Monat.“ Hegen verhehlte nicht, dass „ganz viel Neues“ auf die Mädchen und Jungen in der O5a von Nadine Hellmich und der 05b von Edyta Brümmer zukommen werde. Auch in organisatorischer Hinsicht sei „hier doch einiges anders als in der Grundschule“. 

Weil Rektorin Etta Mörking nach der Geburt ihres Kindes noch nicht wieder in das Arbeitsleben zurückgekehrt ist, lastet die Schulleitung aktuell nicht auf sechs, sondern nur auf vier Schultern. Übergangsweise müssen Ute Hegen und die didaktische Leiterin Diana von Harten Aufgaben mit übernehmen, die nicht unbedingt zu ihren Kernkompetenzen gehören. „Eigentlich bin ich für alles zuständig, was mit Lernen zu tun hat. Im Moment bin ich aber auch diejenige, die am Vertretungsplan herumwurschtelt“, verriet von Harten schmunzelnd.

Wenn alle zusammenarbeiten

Schule funktioniere nur, „wenn alle zusammenarbeiten“ – an diese Feststellung von Ute Hegen knüpfte die didaktische Leiterin gewissermaßen an, als sie die Eltern bat, Zeit für das Lernen mit ihren Kindern zu opfern. Denn nicht alles könne die Schule leisten. Es bedürfe elterlicher Mithilfe, wenn es etwa darum gehe, dass die Kinder das Kleine Einmaleins beherrschen, Vokabeln einstudieren oder sich auf Klausuren vorbereiten.

Den unterhaltenden Part während der Begrüßungsfeier übernahmen die Radio-AG und die Rockband der Oberschule mit Musik – teils live, teils aus der Konserve.

„Ein edler Gedanke im Morgengrauen“ hieß ein Theaterstück, das der Wahlpflichtkurs „Darstellendes Spiel“ aufführte. Die Betonung lag hier offenkundig auf „Grauen“, denn Gegenstand der Handlung war eine Aufführung, bei der einfach alles grausam in die Hose ging. Das Publikum erfuhr, die Kostüme seien nach dem Waschen von einer Protagonistin zu Hause vergessen worden.

Schweres Lampenfieber

Zu allem Überfluss waren die Klamotten eingelaufen, stellte sich heraus. Schweres Lampenfieber plagte die Hauptdarstellerin. Sie täuschte deshalb vor, erkrankt zu sein, obgleich sie sich doch innerlich so sehr auf eine Kuss-Szene mit ihrem Schwarm freute. Wegen solcher und weiterer Vorfälle überbrückte das „Ensemble“ die Zeit unter anderem mit einem Sketch und einer Tanzeinlage.

Doch, oh Wunder: Das aus der Not heraus völlig improvisierte „Stück“ entpuppte sich als Riesenerfolg. „Die ,Ersatzvorstellung' war ein solcher Knüller, dass wird eine Anfrage bekommen haben, sie auf dem Harpstedter Schützenfest zu wiederholen“, verlautete am Ende von der Bühne – zur allgemeinen Erheiterung der Zuschauer.

boh

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