Geschäftsführer traut Corona-Entwicklung nicht

„Rogge Dünsen“ geht kein Risiko ein: Neustart erst im Frühjahr

Selbst verordnete Pause: Das Hotel Rogge sieht einer Renovierung entgegen.
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Selbst verordnete Pause: Das Hotel Rogge sieht einer Renovierung entgegen.

Dünsen – Ruhig am Waldrand gelegen, die Sommersonne flutet die große Terrasse vor der herrschaftlichen Fassade. Das Hotel Rogge in Dünsen würde sich jetzt förmlich als Ausflugsziel für Radler und Wanderer anbieten. Doch das Anwesen mit seinem Restaurant- und Cafébetrieb hat seit dem coronabedingten Lockdown geschlossen, und an diesem Zustand ändert sich wohl bis zum Frühjahr 2022 nichts. Das hat Geschäftsführer Heinrich Kattau auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt.

Denn die Lockerungen, die mit den sinkenden Infektionszahlen einhergingen, reichen ihm noch nicht weit genug. Der Unternehmer wünscht sich Planungssicherheit. „Auf keinen Fall möchten wir die Örtlichkeit aufgeben. Aber es macht keinen Sinn, dieses große Haus jetzt für sechs oder acht Wochen nur für das Betreiben der Restauration wieder hochzufahren, um es dann wieder für ein paar Monate ruhen zu lassen“, verdeutlicht Kattau.

Uns erreichen fast jede Woche Änderungen der Vorschriften.“

Heinrich Kattau

Das Hauptgeschäft mache nämlich der Saal für bis zu 180 Gäste aus. „Aber diese Einnahmen aus Familienfeiern, anderen Festen und größere Veranstaltungen sind während der Pandemie praktisch weggebrochen“, schildert Kattau. Zwar sei das Feiern im größeren Rahmen mittlerweile wieder erlaubt, „aber uns erreichen fast jede Woche Änderungen der Vorschriften“, sagt der Mann, der auch das traditionsreiche „Dreimädelhaus“ betreibt. Zu dessen Rezeption in Kirchseelte werden die Telefonate aus dem Dünsener Betrieb umgeleitet. „Ich war echt überrascht, wie groß die Nachfrage an Terminen für Feiern jetzt wieder ist“, gesteht Kattau. Und das, obwohl weiterhin Vorschriften wie Nachweise über Corona-Impfungen und -Genesungen oder das Tragen einer Maske bis zum Tisch nötig seien. „Da fragen wir uns schon, wer so feiern möchte“, meint Kattau.

Umfangreiche Renovierungen

Also entschied sich der Gastronom, „Rogge Dünsen“ vorerst weiter geschlossen zu halten, die acht Mitarbeiter in Kurzarbeit zu belassen und die Zeit bis zum Frühjahr anderweitig zu nutzen. „Wir werden in Dünsen umfangreiche Renovierungen vornehmen“, kündigt der Chef an. Nach und nach kämen die acht Hotelzimmer an die Reihe, aber auch der untere, für Gäste zugängliche Bereich.

Der Beherbergungssektor beschert dem Haus immerhin einige Einkünfte – Kattau hat die Zimmer über mehrere Monate fest an ein Unternehmen vermietet, das dort Monteure unterbringt. Frühstück darf das Personal diesen gewerblichen Gästen übrigens ebenfalls servieren.

Kleinere Feiern, die gemäß Wunsch der Gastgeber ursprünglich in Dünsen hätten steigen sollen, hat Kattau teilweise ins „Dreimädelhaus“ verlegen können.

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