Gestüt „Hof Castanea“ gewährt Blicke hinter die Kulissen

Wie Rennpferde aufwachsen

Hufschmied Udo Bussmann und Anna Klingel am Kunstschmiedestand. Kleines Bild: Das Fohlen „Spicy Attack“ säugt bei der Mutter „Spicy“. Fotos: Rottmann

Holtorf – Zahlreiche Interessierte kamen am Sonnabendnachmittag auf Einladung von Anja Röbbeling anlässlich des zehnjährigen Bestehens ihres Rennpferdegestüts „Hof Castanea“ nach Holtorf. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür gewährte die Gestütsleiterin Blicke hinter die Kulissen.

Während eines Rundgangs über das Anwesen konnten sich die Gäste einen Überblick darüber verschaffen, wie Rennpferde aufwachsen. Die Pflege der Grünflächen geschieht ganz natürlich. Angusrinder werden auf Weiden gelassen, damit sie die Reste fressen, welche die Pferde nicht mögen.

Höhepunkt der Veranstaltung war zweifelsohne die Präsentation der Vollblüter durch Sina Reimer, der Tochter von Anja Röbbeling. Reichlich Aufmerksamkeit erntete etwa die Stute „Spicy“ mit ihrem Stutfohlen „Spicy Attack“. „Der Name des Fohlens fängt immer mit dem Anfangsbuchstaben der Mutter an“, erläuterte Peter Röbbeling. „Counter Attack“, der Vererber, war indes extra aus Australien für die Bedeckung eingeflogen worden. Zur großen Freude konnten die Besucher miterleben, wie „Spicy Attack“ an der Mutter säugte.

Fünf weitere Fohlen, darunter noch ein Englischer Vollblüter sowie zwei Lewitzer, bekam das Publikum präsentiert.

Bei einem Jährlingshengst wurde ein Loungengurt angelegt, der in der Ausbildung eine Rolle spielt. „Wir machen das sehr früh, denn nur dadurch haben die Tiere später keinen Stress“, verriet Anja Röbbeling. Trainer Toni Potters vom Rennstall „Rosenhof“ in Großenkneten bildet dort die Pferde für die Galopprennen aus. Der siebenjährige Englische Vollblüter „Rock of Tiger“, der bis zum Frühjahr noch Rennen lief, ließ Kinder während eines geführten Reitens auf seinem Rücken Platz nehmen.

Bei Kaffee, Kuchen und Grillwürstchen genossen alle Gäste die Aussicht auf das Anwesen. Mit dabei: Anja Borchers, die in Harpstedt den Lagerverkauf und Onlineshop „Kräuterwiese“ betreibt. Sie stellte ihre speziellen Kräutermischungen vor.

Hufschmied Udo Bussmann widmete sich gemeinsam mit Anna Klingel Fragen rund um den Huf. Tolle Unikate gab es zusätzlich an seinem Kunstschmiedestand mit verschiedenen Produkten rund ums Pferd käuflich zu erwerben. „Wir haben heute gut verkauft. Der Renner waren die großen Laternen. Allein die Lackierung besteht aus drei Schichten Farbe“, verriet Bussmann. Alle geschmiedeten Exponate entstanden in Handarbeit. Die Öffentlichkeit bekam die Stücke in Holtorf zum allerersten Mal überhaupt vorgestellt – eine Premiere sozusagen. Obendrein gab es Informationen von „German Racing“. Und wer am Glücksrad drehte, freute sich etwa über Pferdeleckerlis oder auch „Schmoozies“ (kleine Plüschtiere).

Aktuell leben 17 Pferde auf dem Hof; einige davon sind Pensionspferde. Den Nachmittag wertete Anja Röbbeling als vollen Erfolg. „Das ist schon der fünfte Tag der offenen Tür. So gut besucht wie heute war er allerdings noch nie“, freute sie sich.  aro

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