Bikertreffen in Klein Ippener findet große Akzeptanz bei recht passablem Wetter

Reichlich „Rumble“ am „Ride-Inn“

Glänzende Motorräder, schöne Atmosphäre: Der „Rumble Day“ mobilisiert Biker aus nah und fern. Foto: Bohlken

Klein Ippener - Von Jürgen Bohlken. „Rumble“ heißt so viel wie dröhnen oder rumpeln. Die Harleys, die nach und nach beim „Ride-Inn“ von Hans-Jürgen Hawighorst eintrudeln, entfalten einen Sound, der einem Grollen ziemlich nahekommt. „Mama“ von Genesis zählt noch zu den softesten Songs, die aus Boxen mit den schweren Maschinen um die Wette „rumbeln“. Biker lieben Hardrock und Heavy Metal. Da machen die Besucher des „Rumble Days“ keine Ausnahme. Mitunter verwegenes Aussehen, aber gutmütiger Charakter: Solange niemand auf die abwegige Idee kommt, die Motorradfans zu siezen, fällt es leicht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wer selbst schraubt oder tunen lässt, bringt das Thema, das „immer geht“, gleich mit.

Das Wetter bleibt deutlich besser als vorhergesagt. Tatsächlich spiegelt sich die Sonne, die sich mit Wolken abwechselt, immer wieder in den Chromteilen und im polierten Lack der Maschinen. Gastgeber Hans-Jürgen Hawighorst, der das „Ride-Inn“ seit 30 Jahren betreibt, hat ein Zelt, Sitzgelegenheiten, Speis’ und Trank organisiert, um dem Bikertreffen zum Erfolg zu verhelfen. „Egal, welche Marke du fährst – er schraubt alles. Aber Hans-Jürgen betreibt schon überwiegend eine Werkstatt für Harley Davidson und Buell. Er baut übrigens auch um. In Groß Ippener hat er zusätzlich einen Show-Room. Dort stellen Leute den Winter über ihre Motorräder unter. Einige Maschinen stehen zum Verkauf“, weiß DJ Schabba Heinz aus Nordwohlde. Er ist für die Moderation zuständig und beschallt das Gelände mit genau der Mucke, die Bikern gute Laune beschert. Die käuflich zu erwerbenden  Motorräder seien in den meisten Fällen Kundenbikes, erläutert Hawighorst auf seiner Website.

Um den „Rumble Day“ kümmere sich der Gastgeber nicht allein, betont der Moderator. „Hans-Jürgens Frau, seine Tochter, sein Sohn – alle helfen mit. Und das schon seit vielen Jahren.“ Vorwiegend auf Harleys rauschen die Motorradfahrer, oft in Cliquen, herbei – aus der Samtgemeinde Harpstedt, Vechta, Bremen, Hannover und anderen Teilen Norddeutschlands.

Zwischen 13 Uhr und 13.30 Uhr erreicht die Motorraddichte auf dem Gelände ihren Höhepunkt. Weil das Wetter umzuschlagen droht und viele einen langen Rückweg vor sich haben, bleiben nicht alle bis zum Abend. So mancher verabschiedet sich etwas früher.

„Mindestens 200 Biker sind hier gewesen“, schätzt DJ Schabba Heinz. „Die Gespräche drehen sich nicht nur um die Bikes. Die Interessenlagen sind sehr gemischt. Ich habe etwa Leute getroffen, die sich auch für alte Autos begeistern und selbst welche fahren. Andere, die ich aus dem Rettungsdienst kenne, suchen einfach die nette Gesellschaft“, erzählt der Moderator. Die Medical Knights seien eigentlich jedes Jahr da, aber „diesmal vermisse ich sie“, spielt der DJ auf einen 2008 gegründeten Motorradclub an, der vielfältige Kontakte zur Bikerszene pflegt und es sich zum Ziel gesetzt hat, das eigene Wissen über Sofortmaßnahmen am Unfallort nach Motorradunfällen „einer möglichst großen Gruppe von Menschen zu vermitteln“.

Noch jemand fehlt: „Co Jack Blues“ hat den angekündigten Live-Gig absagen müssen. Ein Mitglied der Band von Udo („CoJack“) Rösner ist nach Kenntnis von Hawighorst vor wenigen Tagen per Hubschrauber zu einem Krankenhaus befördert worden. „Da scheint was Heftigeres passiert zu sein“, ahnt der „Rumble Day“-Gastgeber. Über die Einzelheiten sei er aber nicht im Bilde. „Wir alle hier wünschen natürlich eine schnelle Genesung.“

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