Gemeinde Colnrade investiert rund 10 000 Euro in Spielplatzumgestaltung

Ratsmitglieder testen neuen Rutsch- und Kletterturm

Bei den Kindern kam das neue Spielgerät anlässlich der Einweihung auf Anhieb gut an, aber auch die Großen ließen sich ein Probeklettern nicht nehmen. - Foto: Nosthoff

Colnrade - Von Anja Nosthoff. Klettern, rutschen, schaukeln, sich verstecken oder im Sand buddeln – auf dem neu gestalteten Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Colnrade können Kinder nun wieder nach Herzenslust spielen und toben.

„Vor etwa einem Jahr mussten wir den alten Kletter- und Rutschturm demontieren“, berichtete am Sonnabend Gemeinderatsmitglied Uwe Beckmann anlässlich der Einweihung.

Das alte Gerät, das jahrzehntelang gerne genutzt und regelmäßig überprüft worden war, erfüllte nicht mehr die Sicherheitsanforderungen und war im wahrsten Sinne des Wortes altersschwach geworden.

„Hauptsächlich Stahl und Kunststoff“

Für insgesamt rund 10.000 Euro bekamen die Colnrader Kinder daher nun einen neu gestalteten Spielplatz mit einem neuen Kletter- und Rutschturm inklusive Kletterwand und Hängebrücke.

Die Planungen hatten bereits Anfang vergangenen Jahres Uwe Beckmann und Volker Siegmann aus dem Colnrader Gemeinderat übernommen. Die Ausschreibung lag hingegen in den Händen der Samtgemeinde Harpstedt. Der Kletter- und Rutschturm bildet das mit Abstand teuerste Element des „runderneuerten“ Spielplatzes. Die Gemeinde erwartet, dass es lange halten wird. „Das Material besteht hauptsächlich aus Stahl und Kunststoff“, berichtete Beckmann. Lediglich für den Klettersteg wurden auch Holzplanken verwendet.

Unterirdischer Schießstand erschwert Bauarbeiten

Bei den Kindern kam das Gerät jedenfalls auf Anhieb gut an. Sogar der kleine Joris zog sich schon am Seil des Kletterstegs hoch. Aber auch die Großen ließen sich ein Probeklettern auf der Hängebrücke nicht nehmen. So fühlten sich Uwe Beckmann, Volker Siegmann und Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann kurzzeitig wieder in ihre Kindheit zurückversetzt.

Die Gemeinde hat außerdem die Schaukel und den Sandkasten erneuert und die beiden Schaukeltiere sowie die Tischtennisplatte versetzt. Auch eine neue Einfriedung bekam der Spielplatz. Das Areal dürfe „nicht befahren werden, da darunter der unterirdische Schießstand liegt“, erklärte Beckmann. Das habe beim Aufbau der Geräte einige Schwierigkeiten und Mühe verursacht.

Lange Vorgeschichte

Der Platz hat im Dorf bereits eine lange Vorgeschichte. „Zuerst war hier ein Schulhof. 1960 ist hier die Schule gegründet worden“, sagte Beckmann. „Danach kam dann der Spielkreis hier rein“, ergänzte Wilkens-Lindemann. Der von einer Erzieherin und einer Mutter geleitete Spielkreis für Colnrader Kinder war auf Eltern-Initiative gegründet worden. Ein Teil des Platzes wurde zeitweise als Sportplatz genutzt.

„Der Bolzplatz hier ist seit jeher ein beliebter Treffpunkt“, so die Bürgermeisterin. Auf dem alten Areal, das zum Bolzen diente, war der Kindergarten „Lummerland“ gebaut worden: eine kleinere Fläche zwischen Spielplatz und Kita aber blieb erhalten.

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