Rund 120 Zuschauer genießen sehenswerte Show beim Reitclub „Sport“ Harpstedt

Von rasanten Reiterspielen zu Robin Hood

Nach dem abwechslungsreichen Vorführungsreigen kam der Weihnachtsmann zur Bescherung in die Reithalle. Fotos: Manuela Meyer

Groß Köhren – Engelchen und Teufelchen, Zirzensik, eine Prise Robin Hood, rasante Mannschaftsreiterspiele – da war alles drin: Bei Glühwein, Kinderpunsch und Weihnachtsgebäck haben rund 120 Zuschauer eine abwechslungsreiche Show beim Reitclub „Sport“ Harpstedt in der Reithalle in Groß Köhren genossen. Der erste Vorsitzende Kai-Uwe Lindenbauer lobte eingangs sowohl die Trainer als auch die Helfer für ihr großes Engagement. Ohne diesen Einsatz wäre das Weihnachtsreiten nicht möglich, sagte er, ehe er die „Arena“ für die „Weihnachtswichtel“ freigab.

Die Drei- und Vierjährigen, die jüngsten Voltigierer des RC „Sport“, verzauberten das Publikum in niedlichen Kostümen mit mutigen Turnübungen auf Voltigierpony „Spotty“.

Eine Showeinlage ließ Cora Schlüter mit ihrem Schimmel „Lucky Luke“ folgen. Das Pferd mit zirzensischen Fähigkeiten verzückte das Publikum mit dem spanischen Schritt und dem „Kompliment“. Dann wieder legte es sich direkt vor der Menschenmenge in den Sand und ließ seine Reiterin Cora aufsteigen, um sich sogleich mit ihr wieder zu erheben. Die zweite Voltigiergruppe des RC „Sport“, die 2020 erstmals auf regionalen Turnieren mitmischen wird, stellte ihre Sportlichkeit im Schritt und teils sogar im Galopp unter Beweis.

Für Abwechslung im Reiteralltag sorgte Trainerin Mandy Wunderwald: Ihre Reitgruppe präsentierte „Mounted Games“, eine Art Staffellauf mit lustigen Aufgaben zu Pferde. Die Kinder traten in zwei Gruppen, den „Crazy Horse Jumpers“ und den „Crazy Horse Girls“, gegeneinander an. Zu den Aufgaben gehörte es etwa, Slalom um Pylonen zu reiten, einen Ball in einem Eimer am Ende der Strecke zu „versenken“ oder einen Becher Wasser zu Pferde zu transportieren, ohne etwas zu verschütten. Alles unter Zeitdruck, versteht sich. Die „Crazy Horse Girls“ schlugen ihre Gegner mit 4:1 in fünf Runden vernichtend.

Marina Lehmanns Reitgruppe setzte ebenfalls auf Ungewöhnliches. Ihre Schüler ritten mit ihren Schulponys durch einen besonderen Parcours aus Planen, Bällen und Wippen, in dem die meisten untrainierten Pferde früher oder später gescheut hätten. Das Finale, ein einhändiger Ritt mit einer brennenden Fackel in der freien Hand, kam stimmungsvoll rüber. Der ernste Hintergrund dieser Darbietung: Die Bewältigung von für das Pferd stressigen Situationen schult die Tiere, sich auf ihre Reiter zu verlassen. Letztere wiederum lernen, dem Pferd mehr zu vertrauen und sich in Gefahrensituationen richtig zu verhalten.

Die Turniergruppe unter den Voltigierern, in diesem Jahr um eine Leistungsklasse aufgestiegen, punktete mit einer sehr akrobatischen Kür aus Sprüngen und Hebefiguren.

Als echter Hingucker entpuppte sich die Vorführung der „Krümelstunde“ von Sandra Mahlstedt. Die sechs Jungen und Mädchen im Alter von drei bis vier Jahren nehmen seit dem Sommer einmal die Woche geführten Reitunterricht und haben seither viel gelernt. Die kleinen Egelchen und Teufelchen zeigten am Führzügel, wie gut sie sich schon in Schritt und Trab auf ihren Ponys halten können. Für ein weiteres Highlight sorgten sodann die Ponyspringreiter mit dem Märchenspiel „Robin Hood“. Sie verwandelten die Reithalle mit ihren Sprüngen aus Tannengrün kurzerhand in den Sherwood Forrest, lieferten sich mit den Schergen des Prinzen rasante Verfolgungsjagden und stahlen Prinz John am Ende sein Geld.

Den Vorführungsreigen beendeten – wie bei jedem RC-„Sport“-Weihnachtsreiten – die erwachsenen Springreiter um Werner Haske. Auf einem Springparcours aus vier Hindernissen zeigten sie ihr Können auf A- bis L-Niveau. Kaum hatte das letzte Pferd die Halle verlassen, wurden die Bänke aus dem Besucherbereich zu einem Kreis in der Mitte der Halle zusammengestellt. Bei gedimmtem Licht und im Schein angezündeter – zuvor verteilter – Kerzen mussten die Kinder nicht lange in stiller Erwartung ausharren: Der Weihnachtsmann kam mit seinem großen Sack und der Rute durch den Hintereingang und stand plötzlich in der Reithalle.

Lieder wurden gesungen und Gedichte aufgesagt, bis der Gabenbringer zufrieden nickte. Jedes Kind durfte ein kleines Geschenk mit nach Hause nehmen.

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