Rainer Windhusen organisiert Konzert der „Simon and Garfunkel Revival Band“

„Die bringe ich nach Harpstedt, dachte ich“

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Schon zum dritten Mal bereitet Rainer Windhusen einen Auftritt der Erfurter „Simon and Garfunkel Revival Band“ in Harpstedt in Eigenarbeit vor.

Harpstedt - Von Sophie Filipiak. Gänsehaut bei der Lieblingsballade und ausgelassenes Feiern – für viele ist ein Konzertbesuch ein besonderes Ereignis. Aber was sich genau hinter den Kulissen abspielt und wie viel Arbeit in den Vorbereitungen steckt, wissen die wenigsten. Rainer Windhusen gibt Auskunft, denn er organisiert den Auftritt der Erfurter „Simon and Garfunkel Revival Band“ in Harpstedt.

„Manchmal muss man eben bekloppt sein, um so was zu tun“, schmunzelt Windhusen. „Aber wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich das auch durch.“ Im August 2010 habe er die Band das erste Mal in Visbek gesehen – und ist sofort begeistert gewesen: „Die bringe ich nach Harpstedt, dachte ich mir gleich.“ Die Vorbereitungen für die mittlerweile drei Auftritte (2011, 2013 und nun 2015) erledigt er alle in Eigenregie.

Ein Konzert mit einer gefragten Band wie die „Simon and Garfunkel Revival Band“ braucht eine gewisse Vorlaufzeit. Bereits im vergangenen Jahr schloss Windhusen mit der Erfurter Gruppe einen Vertrag für den Auftritt in Harpstedt ab. Darin enthalten sind unter anderem, wie sich die Band das Bühnenbild vorstellt oder was sie beim Catering gerne haben möchten, zum Beispiel sechs Flaschen Mineralwasser mit und sechs Flaschen ohne Kohlensäure.

Dann müssen Sponsoren für den Druck der Eintrittskarten und der Plakate gefunden, der Saal gemietet und die Unterkunft der Band gemietet werden. „Vor dem ersten Konzert habe ich sämtliche Zeitungs- und Radioredaktionen im Umland recherchiert“, erklärt der Organisator, der eigentlich als Polizist in Bremen arbeitet. „Von einigen hatte ich vorher noch nie gehört.“

Bei der Außenwerbung hat er 2011 eine wichtige Lektion gelernt: Niemals ohne Genehmigung der Samtgemeinde einfach so Plakate aufhängen! „Mich hat dann einer von der Verwaltung angerufen“, gesteht Windhusen, „und mir gesagt: ‚Das geht aber nicht so, Rainer!‘“

Die meisten Karten im Vorverkauf wird Windhusen per Mundpropaganda los, vor allem bei seinen Bremer Kollegen. Ansonsten gibt es die Tickets auch für 16 Euro beim Schreibwarengeschäft „Beuke“ in Harpstedt und in der Geschäftsstelle der Wildeshauser Zeitung. Viele Kilometer legt Windhusen für die Werbung zurück: „Ich merke ich dann immer erst hinterher, wie viel ich eigentlich gemacht habe.“

Nebenbei führt er auch penibel Buch darüber, wo er die Plakate aufgehängt hat, wie viele Karten schon verkauft wurden oder über die bisherigen Ausgaben. Alles muss seine Ordnung haben. In den Tagen vor dem Konzert ist eine „To-do“-Liste der ständige Begleiter von Windhusen. Nichts darf er vergessen, sei es die Bestuhlung des Saales, Kleingeld in der Kasse oder das Einschalten der Außenbeleuchtung des Parkplatzes. Mittlerweile hat Windhusen schon etwas Routine in solchen Sachen. Aber : „Vor dem ersten von mir organisierten Konzert war ich richtig nervös.“ Die Band steckte nämlich auf der Autobahn im Stau fest. Bekanntlich hat sich ja dann doch alles zum Guten gewendet: Die bisherigen zwei Auftritte der „Simon and Garfunkel Revival Band“ waren ein voller Erfolg.

Kleinere Pannen passieren trotzdem mal. 2013 hatte Windhusen als Gastgeschenke für die Bandmitglieder jeweils eine Flasche „Harpstedter Tropfen“ gekauft. „Ich habe sie in die Besenkammer gestellt und dann einfach vergessen“, erinnert sich der Organisator. Danach traf er aber die Gruppe bei einem Konzert in Bad Rothenfelde und konnte den Wein trotzdem noch überreichen. „Die haben mich für bekloppt erklärt.“

Das Konzert steigt am Sonnabend, 26. September, ab 20 Uhr im Koems-Saal. Vor diesem wird wieder ein Imbisswagen stehen. Drinnen gibt es einen Cocktail-Stand und Ausschank. Neben zwei Helfern packt auch die gesamte Familie Windhusen mit an, damit der Abend reibungslos über die Bühne geht. Den Überschuss aus dem Kartenverkauf will Rainer Windhusen wie jedesmal spenden.

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