Lageristen-Aussage

Prozess endet mit Freispruch

Groß Ippener/Wildenhausen - Überraschend schnell ist das neuerliche Verfahren gegen einen Delmenhorster zu Ende gegangen, der sich wegen Diebstahls vor dem Amtsgericht Wildeshausen verantworten musste. Der 48-jährige Angeklagte wurde freigesprochen.

Der Staatsanwalt hatte ihm – wie wiederholt berichtet – vorgeworfen, er habe am 12. und 13. Mai 2015 zwei Paletten mit Playstation 4-Spielekonsolen und Controllern im Wert von rund 23 000 Euro, die er als Subunternehmer für eine Ippener Spedition mit seinem Lkw zu Media Markt nach Schiffdorf-Spaden bringen sollte, gestohlen, die Ware verkauft und den Erlös einbehalten. Das aber war ihm nicht nachzuweisen.

Mehrfach „Ware fehlt“ reklamiert

Den Ausschlag für den Freispruch gab letztlich die Aussage eines Media Markt-Lageristen. Der soll nach Auskunft einer Mitarbeiterin, die bei der besagten Spedition in Ippener in der Ablaufkontrolle tätig ist, am Telefon den Eingang der beiden Paletten bestätigt haben; darüber existiert ein entsprechender Vermerk in den Unterlagen des Logistikunternehmens. Das Gespräch liegt über ein Jahr zurück. An den genauen Wortlaut des Telefonats konnte sich der Lagerist jetzt nicht mehr erinnern. Er würde aber einen Wareneingang niemals leichtfertig und ohne Überprüfung bestätigen, zumal nur alle paar Monate eine Lieferung von Sony-Spielekonsolen komme, versicherte er glaubhaft vor Gericht. Aufgeklärt ist der Sachverhalt damit allerdings keineswegs. Wo die Playstations und die Controller geblieben sind, bleibt schleierhaft. Media Markt hatte mehrfach „Ware fehlt“ reklamiert. 

boh

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