Koems: Unterstand für die Brennholzlagerung steht kurz vor der Fertigstellung

Projekt Wiederaufbau neigt sich dem Ende zu

In die Endphase gehen die Arbeiten am Brennholz-Unterstand auf dem Koems-Gelände in Harpstedt. Von links: Manfred Runge, Jürgen Meyer und Harry Löhmann. - Foto: Bohlken

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Der Wiederaufbau des Brennholz-Unterstands auf dem Koems-Gelände in Harpstedt neigt sich mit schnellen Schritten dem Ende zu. Das Fachwerk steht. Eingedeckt ist das Holzlager auch bereits. Innerhalb der „Rentnerbänd“ haben Harry Löhmann, Manfred Runge und Jürgen Meyer das Gros der Arbeiten erledigt.

Mit blutenden Herzen hatten Mitglieder der Fördergemeinschaft Koems den vormaligen Unterstand am 16. Juni 2015 in Flammen aufgehen sehen. Der dafür verantwortliche Brandstifter konnte nicht ermittelt werden. Die „Rentnerbänd“ ließ sich nicht entmutigen und ging sogleich das Projekt Wiederaufbau an.

Karl Küker und Rolf Bobrink arbeiten hier an der Vollendung der Pflaster-Einfassung der Bilderscheune. - Foto: boh

In den nächsten 14 Tagen, so ihr Sprecher Bernhard Wöbse, sei der neue Unterstand fix und fertig. Das Fachwerk habe Dieter Schnieder aus Beckeln gespendet. Es stamme aus einem ehemaligen Spieker. Das Gebäude sei einst auch als Wohnung genutzt worden. Die "Rentnerbänd" baute das Fachwerk ab und wieder auf. Sparren stellte Manfred Horstmann unentgeltlich zur Verfügung. Pfannen für die Eindeckung stiftete Michael Siemering. Bernhard Wöbse macht keinen Hehl daraus, dass er außerordentlich dankbar für die Materialspenden ist. Der Unterstand hat seine früheren Maße behalten. Die Gefache sollen – wie gehabt – wieder mit Kaminholz gefüllt werden, das die Fördergemeinschaft für das „Backhus“ benötigt; nur eins ist für einen anderen Zweck reserviert. „Da kommen Bienenkörbe rein“, erläutert Bernhard Wöbse. Imker Hein Wenke aus Stiftenhöfte habe den Auftrag bereits bekommen. „Er soll uns eine Infotafel mit Erläuterungen zu Bienen und zur Imkerei fertigen.“ 

Die „Rentnerbänd“ wirbelt Donnerstag für Donnerstag auch an anderer Stelle auf dem Koems-Gelände. Karl Küker, Rolf Bobrink und Wilhelm Wöbse etwa arbeiteten am gestrigen Donnerstag an der Bilderscheune, die – wie vor ihr schon die Rottscheune – eine Einfassung aus Pflastersteinen verpasst bekommt. Das erleichtert in erster Linie künftig das Rasenmähen. In gleicher Weise „umpflastert“ werden sollen auch die anderen Scheunen auf dem Areal.

Der Verkrautung der versiegelten Flächen rückt die „Rentnerbänd“ nunmehr mit Gasbrennern zuleibe. „Spritzen“ ist tabu. „Wir haben zwei große Flammer gekauft“, berichtet Sprecher Wöbse.

In drei Wochen gönnt sich die ambitionierte Seniorentruppe eine Auszeit von ihren wöchentlichen Arbeitseinsätzen. Dann steht während einer Fahrt ins Blaue ganz die Pflege der Gemeinschaft im Mittelpunkt. In vier Wochen rücken Mitstreiter der „Rentnerbänd“ indes bei der Schutzhütte am Horstedter Weg an, um das Gebäude mit einer neuen Bedachung zu versehen.

Die Motivation in den Reihen der Ehrenamtlichen, die das Koems-Scheunenviertel fortlaufend in Schuss halten, ist nach wie vor ungebrochen hoch. Am Donnerstag zählte Bernhard Wöbse 19 zupackende Mitglieder der „Rentnerbänd“. Getreu der Devise, dass derjenige, der gut arbeitet, auch gut essen soll, gönnen sich die in ihrem Eifer nicht zu bremsenden Herren bei ihren Donnerstagseinsätzen stets eine Frühstückspause. Dafür, dass sie beim Genuss von belegten Brötchen und Kaffee wieder zu Kräften kommen, sorgen Elfriede Wöbse und Erika Horstmann.

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