Projekt Lebenslauf: Jens Fröhlke gestern mit guten Wünschen aus Harpstedt verabschiedet

„Das ist schon ein schwerer Gang, den er macht“

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Steffen Akkermann (l.) gab Jens Fröhlke (2.v.l.) neben guten Wünschen ein Trompeten-Mundstück mit auf den Weg, während das Fernsehteam drehte.

Harpstedt - Ehe sich Buchhändler Jens Fröhlke aus Harpstedt gestern Nachmittag bei hochsommerlicher Hitze mit gepacktem Rucksack auf den Weg machte, verabschiedeten ihn Angehörige, Freunde und Bekannte mit guten Wünschen für seinen „Lebenslauf“ für eine „lebenswerte Welt“. Einige überreichten kleine Aufmerksamkeiten. Steffen Akkermann, Dirigent der Harpstedter „Prager“, überließ dem 53-Jährigen ein Mundstück für eine Trompete. „Das ist klein und lässt sich gut verstauen“, sagte er. Akkermann hoffte, dass Fröhlke das Mundstück auf seinem Weg durch Deutschland gelegentlich an kurzzeitig von Musikern leihweise zur Verfügung gestellten Trompeten ausprobieren kann.

Ein Fernsehteam drehte Szenen für eine Dokumentation, die 2016 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesendet werden soll. Regisseurin Tanja von Ungern-Sternberg, die mit Kameramann Axel Thiede und Ton-Mann Wolfram Witt im Flecken weilte, war im Web auf Fröhlkes Vorhaben aufmerksam geworden: Der Buchhändler will sich ohne Geld ein Jahr per pedes durch Deutschland schlagen und dabei Menschen treffen, die sich – wie er selbst – Gedanken darüber machen, was getan werden kann, um im Interesse nachfolgender Generationen „die Welt zu retten“. „Die Geschichte ist mir quasi im Internet vor die Füße gefallen“, so Ungern-Sternberg schmunzelnd.

Jens Fröhlkes Mutter Christa fand die Entscheidung ihres Sohns mutig, sorgte sich aber zugleich um ihn und hegte die Befürchtung, dass er „ausgemergelt, mit langen Haaren und langem Bart“ zurückkommt. Ihr Lebensgefährte Siegfried Völkel gab zu: „Das ist schon ein schwerer Gang, den Jens da macht.“

Steffen Akkermann lobte indes den Mut des 53-Jährigen und nannte dessen „Lebenslauf“ eine „tolle Idee“. „Halt die Ohren steif und komm‘ gesund zurück!““, gab er Fröhlke mit auf den Weg. Als erstes Ziel steuerte der Buchhändler den Plendelhof in Groß Henstedt an. Von der dortigen Lebensgemeinschaft hatte er einen Schlafplatz für die Nacht angeboten bekommen.

Den Verlauf seiner Tour schildert Jens Fröhlke in einem Reiseblog auf seiner Homepage.

www.mein-lebenslauf.eu

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