Vorschlag stößt auf wenig Gegenliebe

Produkt „Naturschutz“?

Wohnt in Winkelsett: die bekannte Gambistin Hille Perl.

Winkelsett - Mit einer fest im Haushaltsplan verankerten Produktgruppe „Naturschutz“ könnte die Gemeinde Winkelsett nach Ansicht von Andreas Mikutta (Grüne) zum Ausdruck bringen, dass sie ernsthaft gewillt ist, Maßnahmen zum Naturerhalt anzustrengen. Im Gemeinderat stieß dieser Vorschlag allerdings auf wenig Gegenliebe. Bürgermeister Willi Beneke riet Mikutta, seine Anregung als Antrag zu formulieren, damit der Rat darüber zu gegebener Zeit befinden könne.

Ausgelöst hatte die Diskussion eine Ersatzmaßnahme, die wegen der Verbreiterung von Gemeindestraßen mit Schotter umgesetzt worden war: Die Kommune ließ Gehölze in Hölingen, Wohlde sowie in Mahlstedt („hinter Wehrenberg“) anpflanzen. Ebenso am Grenzweg Wohlde/Harpstedt. Von den dort in die Erde gesetzten Obstbäumen seien „jetzt einige abgängig“, erwähnte Mikutta. Daher müsse die Bepflanzung komplettiert werden. „Das können wir uns bei der Wegebereisung ja mal anschauen“, regte er an. Bürgermeister Willi Beneke pflichtete bei: „Darum sollten wir uns kümmern.“ Er vermutete, dass die Anpflanzungen unter dem großen Trockenstress des heißen Sommers 2018 gelitten haben.

Hille Perl sprach in der ersten Einwohnerfragestunde die erheblichen Rodungen für die 380-kV-Freileitung an. Die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den geopferten Wald würden außerhalb der Gemeinde Winkelsett realisiert, hatte sie seitens der TenneT auf einem der jüngsten „Info-Märkte“ erfahren. Für Gehölze, die für die Zuwegungen zu den Maststandorten weichen müssten, habe die Kommune aber Geld bekommen. „Eine Entschädigung“, betonte Willi Beneke. Ob die Kommune diesen Betrag in die Anpflanzung neuer Gehölze investieren wolle, hinterfragte Perl, denn im Moment sehe die Gemeinde „verhältnismäßig kahl“ aus: „Ich fände es schön, wenn man der Natur wieder etwas zuführen würde.“

Die Kompensation für die 380-kV-Leitung sei Sache des Netzbetreibers TenneT, der dafür viel Geld in die Hand genommen habe, erwiderte Willi Beneke. Ausgeglichen werde allerdings nicht auf Winkelsetter Gemeindegebiet. Entlang der Zuwegungen zu den Maststandorten seien indes „meines Wissens keine Abholzungen geplant“, so Beneke. Für die dort verkehrenden Fahrzeuge müsse lediglich ein Lichtraumprofil hergestellt werden.  boh

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