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CDU will Grünbrücke(n) für Wild über A1

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Von: Jürgen Bohlken

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Ökologisch sinnvoll oder pure Steuergeldverschwendung? Die Kontroverse über Grünbrücken als Querungshilfen für Wildtiere ist bis heute nicht abgerissen. Vor allem das Kosten-Nutzen-Verhältnis wird sehr unterschiedlich beurteilt.
Ökologisch sinnvoll oder pure Steuergeldverschwendung? Die Kontroverse über Grünbrücken als Querungshilfen für Wildtiere ist bis heute nicht abgerissen. Vor allem das Kosten-Nutzen-Verhältnis wird sehr unterschiedlich beurteilt. © dpa/Patrick PleuL

Prinzhöfte/Landkreis – Der Landkreis Oldenburg möge sich im Rahmen der laufenden Planungen zum sechsstreifigen Ausbau der A1 („Hansalinie“) zwischen dem Dreieck Stuhr und Wildeshausen-Nord für die Errichtung von einer oder zwei Wild-/Grünbrücken über die Autobahn in Höhe Große Höhe/Horstedt und/oder Henstedter Heide/Wunderburg einsetzen. Einen Antrag mit diesem Wortlaut will die CDU-Kreistagsfraktion im Kreisumweltausschuss beraten haben. Ihr Vorsitzender Dirk Vorlauf erbittet dafür die Unterstützung der anderen Fraktionen.

Sowohl auf der Großen Höhe als auch im Raum Henstedter Heide/Wunderburg habe es bis zum Bau der A1 „einen regen Austausch der (...) Arten und Populationen“ gegeben; Wild, aber auch andere Lebewesen seien selbst „nach Jahrzehnten der Unterbrechung in der Lage, früher einmal bestehende Wanderungskorridore wieder anzunehmen“, habe der Kreisumweltausschussvorsitzende Günter Westermann argumentiert. Die CDU-Fraktion spreche sich daher für den Grünbrückenbau abseits von Straßen und Wegen aus, „um Störungen zu vermeiden“. Die Maßnahme wäre aus Sicht der Union der biologischen Vielfalt im Landkreis Oldenburg „sehr dienlich“.

„Notwendigkeit der bestehenden Brücken sehr sorgfältig prüfen“

Ihr Antrag beinhaltet obendrein, im Zuge „der Planung der wieder zu errichtenden Brücken sehr sorgfältig die Notwendigkeit der bestehenden (...) zu prüfen“. Diese Ergänzung kommt nicht von ungefähr: Erste Planentwürfe für den A1-Ausbau stellen nach CDU-Kenntnis einige Brücken infrage. Fielen welche weg, bedeutete das für Anlieger und dort wirtschaftende Landwirte weite Umwege. Eine Konsequenz daraus wäre eine Steigerung in der Freisetzung von Kohlendioxid. Die Negativfolgen seien sowohl ob des Klimawandels als auch aus wirtschaftlichen Gründen zu vermeiden.

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