Premiere in der Harpstedter Kita „Zwergnase“: Angehende Schüler erhalten den Fußgängerführerschein

Der ersten bestandenen Prüfung werden weitere folgen

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Nach der Aushändigung des Fußgängerführerscheins ließen sich die „Prüfungsabsolventen“ im großen Kreis feiern.

Harpstedt - „Eure erste Prüfung habt ihr nun bestanden. Weitere werden bald folgen“, sagte Rolf Quickert, Polizeibeamter und Verkehrssicherheitsberater, schmunzelnd, nachdem er gestern Vormittag erstmals angehenden Schülern der Harpstedter Kita „Zwergnase“ den Fußgängerführerschein ausgehändigt hatte. „Ich hoffe, dass ihr auch mal zu Fuß zur Schule gehen werdet und euch nicht nur mit dem Auto fahren lasst“, fügte er hinzu.

Dass sie sich per pedes schon aufmerksam und sicher im Realverkehr bewegen, hatten Tamina, Clemens, Maike, Luka, Lucas, Emily, Diego, Kyra, Helin und Mats zuvor eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Strecke, die sie zu zweit abliefen, führte unter anderem über die Schulstraße, den Schwarzen-Berg-Weg und die Heinrich-Hertz-Straße. Mehrfach mussten die Kleinen Fahrbahnen selbständig überqueren – teils an Punkten, wo keine Ampel ihnen das erleichterte. In Fünf-Minuten-Abständen starteten die Schüler in spe paarweise. Zu den besonderen Herausforderungen gehörte das umsichtige Passieren von Grundstückszufahrten und Einmündungen. Bei jedem Stopp waren die Kiddies, darunter zwei aus dem DRK-Kindergarten Harpstedt, angehalten, mit dem Fuß zu stampfen.

16 Streckenposten beobachteten die „Prüfungsabsolventen“ auf ihrem Weg durch den Realverkehr. Vorbildliche Verhaltensweisen entgingen den Eltern (darunter sogar ehemalige) und Großeltern ebenso wenig wie kleine Konzentrationsschwächen. Alles in allem konnte sich die Leistung der Jungen und Mädchen sehen lassen. Alle zehn erhielten den Fußgängerführerschein. Niemand musste eine Nachschulung durchlaufen. Die anderen Verkehrsteilnehmer hatten sich rücksichtsvoll verhalten. „Ausreißer gab es erfreulicherweise nicht“, vermeldete Rolf Quickert. Er hat bei solchen Fußgängerführerscheinprüfungen auch schon anderes von Autofahrern erlebt. Erzieherin Thea Möring, ihre Kollegin Vanessa Seidel, Vertretungskraft Annette Kramer und Praktikantin Lena Hannekum waren am Ende stolz auf die Kinder – und beeindruckt vom Engagement der Eltern und Großeltern; einige hatten sogar Urlaub genommen, um als Streckenposten einspringen zu können.

boh

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