Frank Wobig will’s für HBL in Flecken- und Samtgemeinderat schaffen

Pragmatiker, der die sachliche Auseinandersetzung sucht

Im HTB übernimmt er seit vier Jahren Führungsverantwortung. Mit Überzeugungskraft und Entscheidungsfreudigkeit will Frank Wobig aus Harpstedt nun auch auf kommunalpolitischem Terrain punkten.

Harpstedt - Ob es nun um Bauvorhaben wie zuletzt den Umkleideanbau auf dem Freibadgelände am Tielingskamp oder um Hallenzeiten geht – als Vorsitzender des Harpstedter Turnerbundes (HTB) sucht Frank Wobig einen möglichst kurzen Draht zur Gemeinde.

Und der wiederum könnte bald noch kürzer werden, wenn es der 60-Jährige am 11. September schaffen sollte, ein oder sogar zwei politische Mandate zu erringen. Das sei aber nicht der Grund für seine Kandidatur, betont er. Für die Harpstedter Bürgerliste (HBL) will er den Sprung in den Rat des Fleckens und der Samtgemeinde Harpstedt schaffen.

Der verheiratete Speditionskaufmann und fünffache Vater weiß aus seiner ehrenamtlichen Arbeit im HTB, davon zwei Jahre als Geschäftsführer und inzwischen vier als Vorsitzender, dass es nicht ausreicht, seinen Vorstandskollegen „nur als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen“. 

Menschenführung sei auch im Verein „mehr als nur ein Schlagwort“. Im Vorstand des Turnerbundes sieht sich Wobig immer wieder mit umfangreichen Aufgaben konfrontiert, die Erfahrungen im fachlichen Bereich – und damit auch den Besuch von Seminaren – erfordern, um sie gewissenhaft erfüllen zu können. Verhandlungen mit den einzelnen Vereinssparten, aber auch Gespräche mit Flecken, Samtgemeinde und Schulen, Sitzungen und Versammlungen – all das kennt Wobig aus seiner Vorstandsarbeit bereits. 

Im HTB übernimmt der Harpstedter, der auf 25 Jahre kaufmännische Tätigkeit im Speditionswesen zurückblickt, Verantwortung. Das will er nun auch auf kommunalpolitischem Terrain tun. Die Ratsarbeit erfordere Überzeugungskraft und Entscheidungsfreudigkeit. Mit diesen Eigenschaften, so glaubt Wobig, könne er durchaus bei den Wählern punkten.

Warum er für die HBL kandidiert? Zum einen liegt ihm nicht an einem Parteibuch; er begrüßt vor diesem Hintergrund, dass sich die Harpstedter Bürgerliste als unabhängige Gruppierung versteht, die ihren Mitstreitern keine Fraktionsmeinung aufzwingen will. „Ich bin im Übrigen nicht der Typ, der aus Prinzip meckert, nur weil ein guter Vorschlag vom politischen Gegner und nicht aus den eigenen Reihen kommt“, sagt er. 

Zum anderen fühlt er sich nach eigenem Bekunden mit den Kandidaten und Mandatsträgern der HBL persönlich verbunden. „Ich bin der Meinung, in der Zusammenarbeit mit der HBL den richtigen Weg zu gehen“, betont der 60-Jährige. Privat fühlt er sich nicht nur dem Sport, sondern inzwischen auch dem Gesang verbunden – als aktives Mitglied des Gemischten Chores Harpstedt.

Seine Kandidatur will er bewusst nicht an Schlagworte und Parolen knüpfen. Zunächst möchte er sich mit der Ratsarbeit vertraut machen, um dann zu schauen, „wo ich Einfluss nehmen und etwas bewegen kann“. 

Vor diesem Hintergrund wäre es aus seiner Sicht blanker Unsinn, hehre Ziele zu formulieren, die sich dann womöglich doch nicht durchsetzen lassen. Frank Wobig gilt als Pragmatiker, der stets die sachliche Auseinandersetzung sucht. Er ahnt, dass ohnehin das politische Tagesgeschehen viele Themen vorgibt, zu denen es dann heißt, Farbe zu bekennen.

boh

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