Pläne für Einkaufsmärkte: Macht „Netto“ einen Rückzieher?

Aktuell liegt Netto an der Harpstedter Ortsdurchfahrt (L 338). Im Falle eines Umzugs an den Junkernkamp befände der neue Standort in zweiter Reihe. Das widerspräche, so heiß es, der grundsätzlichen Unternehmensphilosophie. Foto: Bohlken

Harpstedt - Die zuletzt bekannt gewordenen Planungen für die Umsiedelung dreier Harpstedter Einkaufsmärkte standen im Einklang mit den Ergebnissen des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes. Doch wenn darüber am Montag, 4. März, der Umwelt- und Planungsausschuss des Fleckens Harpstedt während seiner öffentlichen 19-Uhr-Sitzung im Harpstedter Hotel „Zur Wasserburg“ diskutiert, könnte sich schon wieder eine ganz neue Sachlage ergeben haben. Der Grund: Netto ist womöglich doch nicht zu einem Umzug an den bisherigen Inkoop-Standort am Junkernkamp bereit. Generell stehen nämlich Märkte, die nicht direkt an Durchfahrtstraßen, sondern in „zweiter Reihe“ liegen, der Unternehmensphilosophie entgegen.

Sollte Netto tatsächlich nicht an den Junkernkamp wollen, verbliebe im Falle einer Umsiedelung von Inkoop und Aldi an die Wildeshauser Straße kein Nahversorger mehr im „Zentralen Versorgungsbereich“. Das wiederum ließe sich mit dem Einzelhandelsentwicklungskonzept für den Flecken Harpstedt nicht vereinbaren.

Inkoop bietet für diesen Eventualfall allerdings bereits eine Alternative an und wäre laut seiner Geschäftsführung dazu bereit, zusätzlich an seinem Altstandort „ein Angebot an Dingen des täglichen Bedarfs“ sicherzustellen. Insbesondere würden am Junkernkamp „die Sortimente Bio-Lebensmittel, Getränke (Mehrweg/Einweg) oder Tierbedarf in einem fachmarktähnlichen Angebot dargestellt und vorgehalten“, teilte Bernd Oetken aus der Geschäftsführung der Gemeinde am 20. Februar schriftlich mit. Sicher ist der Netto-Rückzieher im Übrigen keineswegs. „Wir gehen (...) nach wie vor davon aus, dass es zu einem positiven Bescheid seitens Netto zu dem Bereich Junkernkamp kommen wird“, bekräftigte Oetken in dem Schreiben. So oder so: Für den kommenden Fachausschuss zeichnet sich viel Diskussionsbedarf ab.

Das eigentliche Thema, über das es zu befinden gilt, ist die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für ein Sondergebiet „Einzelhandel“ an der Wildeshauser Straße auf Antrag der Helmut Kosten GmbH (Inkoop). Ohne diese Planung könnten Aldi und Inkoop ihre Umsiedlungs- und Erweiterungspläne nicht realisieren. Der Ausschusssitzung geht ein informelles Gespräch der Politik mit den Anwohnern der oberen Freistraße und des Carsten-Horst-Kamps voraus. Diese Bürger wären von einem neuen Einkaufsmarktstandort an der Wildeshauser Straße direkt betroffen.  boh

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