Erfolgreiche Spendensammlung

Pfarrei St. Anna verhilft Diakon auf Kuba zu E-Roller

Der aus Spenden finanzierte Elektroroller erleichtert dem Diakon auf Kuba das Fortkommen von A nach B entscheidend.
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Der aus Spenden finanzierte Elektroroller erleichtert dem Diakon auf Kuba das Fortkommen von A nach B entscheidend.

Harpstedt/Twistringen – Die Pfarrei St. Anna hat mit der Christ-König-Gemeinde Harpstedt als treibender Kraft einem Diakon auf Kuba zu einem Elektroroller aus Spendengeld verholfen. Josef Bocktenk, zwei Jahre lang Priester im hiesigen katholischen Gemeindeverbund, spielte eine Schlüsselrolle.

Teils badewannengroße Schlaglöcher machen auf Kubas Straßen generell das Fortkommen zu einem Abenteuer. Erst recht in der Dunkelheit – wegen fehlender Laternen. Ohne eigenes Gefährt funktioniert Mobilität mehr schlecht als recht, weil öffentliche Verkehrsmittel bestenfalls rudimentär existieren. Das Trampen gilt in dem Inselstaat als ausgesprochen verbreitete Form des Reisens – aber auch als sehr mühsame und zeitaufwendige, zumal die Motorisierung weit weniger fortgeschritten ist als in westeuropäischen Ländern.

Lästiges Trampen ist Geschichte

Lange musste ein Diakon und Bekannter Josef Bocktenks mit dem Daumen nach oben versuchen, auf Kuba von A nach B zu kommen – bei recht weiten Wegen: Die von ihm betreuten Gemeinden liegen in einem 25-Kilometer-Umkreis. Das lästige Trampen ist inzwischen Geschichte. Der Geistliche hat von freundschaftlichen Kontakten zu Pfarrer Bocktenk profitiert, vor allem aber von einer hohen Spendenbereitschaft in der Pfarrei St. Anna. Jetzt verhilft ihm ein angeschaffter Elektroroller zu mehr Mobilität. Pfarrer Bocktenk lebt und arbeitet heute wieder in Chile. Er kennt und schätzt den Diakon auf Kuba. Und er wusste daher auch um dessen Problem. Bocktenk, der zwei Jahre lang als Priester in der Pfarrei St. Anna Spuren hinterließ, wollte helfen. Da kam eine Anfrage von Stephan Hoffmann aus dem Ortsausschuss der Christ-König-Gemeinde Harpstedt nach benötigter Unterstützung für seine Arbeit genau zur rechten Zeit.

Kuba ist sehr schlecht dran.

Pastor Josef Bocktenk

Bocktenk antwortete darauf im vergangenen Jahr mit einem „Weihnachtswunsch“. Er schrieb: „Aber ich habe da ein anderes Anliegen, wenn Ihr darauf eingehen könnt. Kuba ist sehr schlecht dran, es fehlt an allem. Medikamente, Essen, Transport – anscheinend läuft nichts mehr (...). Letzte Woche habe ich von meinem Ersparten für 2 000 Euro Medikamente geschickt. Jetzt bat mich ein Diakon, der zu meiner Zeit ein fleißiger Missionar und Leiter einer Basisgemeinde war, ihm zu einem Transportmittel zu verhelfen (…). Er bat mich um einen Elektroroller, den man (...) für rund 2 300 Dollar kaufen könnte.“ Der Harpstedter Ortsausschuss startete daraufhin einen Spendenaufruf. Die ganze Pfarrei unterstützte das Anliegen und publizierte das Spendenkonto in ihrem Weihnachtspfarrbrief. Auch in der Harpstedter Einwohnerschaft fand der Appell Gehör.

Überschüsse für Armenküche

Am Ende kam sogar deutlich mehr Geld als benötigt zusammen. Die generierten rund 7 000 Euro reichten nicht nur für den Elektroroller. Überschüsse nutzen nun der Armenküche in jener Pfarrei am Rande von Santiago de Chile, die Pfarrer Bocktenk mittlerweile leitet. Dass er in seinem beruflichen Wirken schon weit herumgekommen und auch mal auf Kuba tätig gewesen ist, erklärt die Freundschaft mit dem nunmehr motorisierten Diakon. Ursprünglich stammt Pfarrer Bocktenk aus Bochold. Geistlicher ist er nicht immer gewesen. Solides Handwerk in Form einer absolvierten Bäckerlehre am Anfang seines beruflichen Werdeganges hat sicher dazu beigetragen, dass er die Bodenhaftung nie verlor. Schon mit 22 zog es ihn nach Chile. Dorthin ging er 2014, nach seinem Wirken in der Pfarrei St. Anna, wieder zurück.

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