Angeklagte stellen während Ortstermins in Horstedt ihre angeblichen Positionen auf der Brücke nach

Pfähle „geworfen“ oder „fallen gelassen“?

Warten auf die weiteren Prozessteilnehmer: Umringt von Justizbeamten saß gestern einer der beiden Angeklagten auf der Horstedter Autobahnbrücke, von der er im Dezember mit einem weiteren Heranwachsenden Leitpfosten geworfen hat.

Harpstedt - HORSTEDT (wz) · Im Prozess vor der Oldenburger Jugendkammer gegen zwei Bremer, die im Dezember an zwei verschiedenen Tagen Leitpfosten von einer Autobahnbrücke in Horstedt auf die Autobahn 1 geworfen hatten, haben die 18 und 19 Jahre alten Angeklagten gestern während eines Ortstermins ihre angebliche Wurfposition auf der Brücke nachgestellt.

Sie wollen die Leitpfosten mehr von der Seite (über dem Standstreifen stehend) fallen lassen haben – und nicht vom Brückenmittelpunkt. Am 1. Dezember hätten sie die Leitpfosten von der linken Seite (dem Verkehr entgegen) geworfen, am 16. Dezember von der rechten Seite (dem laufenden Verkehr hinterher). Am 16. Dezember trafen sie damit ein Auto, das mit 160 km/h unterwegs war. Beim Fahrzeug handelte es sich um ein Zivilfahrzeug der Polizei, das mit zwei Beamten besetzt war. Der Version der Angeklagten, dem Wagen die Pfosten hinterher geworfen zu haben, widersprachen die Zeugen. Sie sind der Meinung, dass ihnen die Pfähle entgegengeschleudert wurden. Während die Angeklagten von einem „Fallenlassen“ sprechen, gehen die Polizisten von einer „Wurfbewegung“ aus. Entscheidend in dem Verfahren ist die Frage, ob die Angeklagten mit Tötungsvorsatz gehandelt hatten. Während die Staatsanwaltschaft das so sieht, wollen sich die Angeklagten bei den Taten „nichts gedacht“ haben. Für das Gericht war gestern auch die Frage wichtig, wie sie die Leitpfosten heraus zogen.

Dazu wurde vor dem Ortstermin ein Polizeibeamter befragt. Die Angeklagten gaben an, sich an die Pfosten gelehnt zu haben, die dann eingeknickt seien. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Leitpfosten mit einer gewissen Kraftanstrengung extra aus dem Boden gezogen worden sind, um sie als Wurfgeschosse zu verwenden. Der Prozess wird kommende Woche fortgesetzt.

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