Weltgebetstag im Zeichen Vanuatus

Paradies oder schlimmer Ort für Frauen?

Gegenstände mit symbolischer Bedeutung trugen zu Beginn des Gottesdienstes sechs Frauen in die Kirche: Henrike Mildes, Petra Müller, Andrea Müller-Wiesner, Angelika Bösemann, Pastoralreferentin Birgit Hosselmann und Thea Möring.
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Gegenstände mit symbolischer Bedeutung trugen zu Beginn des Gottesdienstes sechs Frauen in die Kirche: Henrike Mildes, Petra Müller, Andrea Müller-Wiesner, Angelika Bösemann, Pastoralreferentin Birgit Hosselmann und Thea Möring.

Harpstedt – Kennen Sie Vanuatu? Was es damit auf sich hat, erklärte die katholische Pastoralreferentin Birgit Hosselmann mehr als 30 Gläubigen während des ökumenisch unter Coronabedingungen gefeierten Gottesdienstes zum Weltgebetstag in der Harpstedter Christuskirche.

„Wenn man mit einer Stricknadel da, wo Harpstedt liegt, durch einen Globus stechen würde, käme man etwa in Vanuatu raus. Ziemlich genau am anderen Ende der Welt, nordöstlich von Australien, liegt dieses Land, das seinen Namen erst seit 40 Jahren trägt“, sagte Hosselmann.

Vom Klimawandel stark bedroht

Vanuatu, diesmal Ursprungsland der Weltgebetstagsliturgie, besteht aus 83 Inseln, auf denen rund 300 000 Menschen leben. Ein Traum in der Südsee, möchte man meinen. „Ich würde gern mal in dieses Paradies reisen“, schwärmte die Pastoralreferentin in ihren einführenden Worten. Doch eine so gar nicht paradiesisch anmutende Kehrseite verleidet ihr das. „Vanuatu ist der schlimmste Ort für Frauen in der Welt“, formulierte Hosselmann sehr drastisch. „Frauen und Männer haben dort sehr unterschiedliche Rechte und Pflichten. Es gibt eine hohe Rate an Gewalt in der Familie“, verriet Birgit Hosselmann.

Zu einem Großteil vertraute Gesichter aus der „Baustellen-Band“: Eine Gruppe mit Organistin Ilka Major (r.) übernahm die musikalische Ausgestaltung.

Zudem gehöre der Inselstaat zu den am stärksten vom Klimawandel bedrohten Ländern. Thematisiert wurde diese Problematik von Frauen aus der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Harpstedt, die zu Beginn des Gottesdienstes sechs Gegenstände in die Kirche trugen. Diese Dinge standen sinnbildlich für die Misere Vanuatus.

Gebäck und Gedanken „to go“

Das Team gestaltete den Gottesdienst lebendig und informativ. Die musikalische Ausgestaltung übernahm eine Musikgruppe unter der Leitung von Ilka Major, der neuen Organistin der evangelischen Christusgemeinde. Wer die Baustellengottesdienste der Harpstedter Lutheraner kennt, entdeckte in dem Ensemble manches vertraute Gesicht aus der mittlerweile recht populären „Baustellen-Band“. Pastorin Elisabeth Saathoff dankte für die Vorbereitung und Gestaltung der Weltgebetstagsfeier. Zum Abschied gab es für jeden Teilnehmer eine kleine Überraschung – ein Geschenk, bestehend aus typisch vanuatuischem Gebäck in Form eines Kokos-Kekses und eines kleinen Ingwer-Kuchens. In einer Schachtel des liebevoll verpackten Präsents befand sich obendrein jeweils ein Zettel mit Fragen. Wie zum Beispiel: „In der Bergpredigt redet Jesus vom Hören und Danach-Handeln. Wie hältst Du es damit? Wo hörst Du zu? Wie handelst Du danach? Und was kann kluges Handeln heute bedeuten – im persönlichen Umfeld, in der Gesellschaft, global?“ Eine Anregung vom Team an die Gemeinde zum Weiterdenken.

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