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Ortstermin mit Samtgemeindebürgermeister und Bauamtsleiter im Harpstedter Freibad

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Von: Leif Rullhusen

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Informationsaustausch am Sprungturm (v.l.): Axel Brammer, Yves Nagel, Susanne Mittag, Thore Güldner und Jens Hüfner.
Informationsaustausch am Sprungturm (v.l.): Axel Brammer, Yves Nagel, Susanne Mittag, Thore Güldner und Jens Hüfner. © rullhusen

Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Yves Nagel hatte Politiker zu einem Ortstermin ins Freibad eingeladen. Anlass waren geplante Sanierungsarbeiten.

Harpstedt – Besseres Wetter hätte sich Yves Nagel nicht aussuchen können. Der Samtgemeindebürgermeister hatte am Mittwoch gemeinsam mit Bauamtsleiter Jens Hüfner bei nahezu sommerlichen Temperaturen und blauem Himmel SPD-Politiker zu einem Ortstermin ins Harpstedter Rosenfreibad eingeladen. Anlass war aber nicht die nahende Badesaison, sondern waren notwendige Sanierungen.

Bei einem Rundgang gaben der Verwaltungschef und der Bauamtsleiter dem Kreistagsfraktionsvorsitzenden Thore Güldner, dem Landtagsabgeordneten Axel Brammer und der Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag einen Einblick in die geplanten und in der vergangenen Woche vom Rat beschlossenen Maßnahmen. „Wir wollen den Technikkeller sanieren und erweitern sowie den darauf stehenden Sprungturm abbrechen und durch einen neuen ersetzen“, erklärte Nagel. Zudem soll auf der Decke des Kellers ein Raum mit darüber liegender Plattform für die Badeaufsicht entstehen. Der Platz direkt hinter der Sprunganlage sei ideal, weil die Aufsicht von dort sämtliche Becken überblicken könne.

Der Sprungturm ist aufgrund von Betonabplatzungen und scharfen Kanten geschlossen. 
Der Sprungturm ist aufgrund von Betonabplatzungen und scharfen Kanten schon seit vergangener Saison geschlossen.  © rullhusen

Der Sprungturm ist aufgrund von Betonabplatzungen und scharfen Kanten schon seit vergangener Saison geschlossen. Teilweise ist sogar schon der Bewehrungsstahl zu sehen. Darüber hinaus entsprechen die angebrachten Geländer nicht mehr den aktuellen Sicherheitsbestimmungen. Der Technikkeller müsse erweitert werden, um die veralteten Pumpen und Filteranlagen zu ersetzen. „Teilweise kommt man an die verbauten Anlagen nicht mehr heran. Außerdem sind für einige keine Ersatzteile mehr zu bekommen“, erläuterte Hüfner. Dazu werde der Keller nahezu vollständig entkernt, anschließend erweitert und neu gestaltet.

„Nach derzeitigem Stand wird die gesamte Maßnahme einschließlich Planung etwa zwei Millionen Euro kosten“, berichtete der Bürgermeister den Politikern. Starten soll sie möglichst nach dem Ende der diesjährigen Badesaison. „Wenn es dann Baumaterial gibt und Firmen, die Kapazitäten haben, um die Arbeiten umzusetzen“, schränkt Nagel ein.

Die Samtgemeinde setzt bei der Finanzierung auf Fördertöpfe des Landes und Bundes. Besonders attraktiv sei das Investitionspaket zur Förderung kommunaler Sportstätten, berichtete Güldner. Die Förderquote betrage bis zu 90 Prozent. Einziger Haken: Die Antragsfrist endet in knapp zwei Wochen. Güldner machte trotz des knappen Zeitfensters Mut, sich zu bewerben. Das Antragsformular sei relativ schmal, erklärte er. Zudem habe die Samtgemeinde ja schon einen Ratsbeschluss und eine Projektskizze, ergänzte Mittag. Den Rest könne die Verwaltung nachreichen. „In Corona-Zeiten gibt es bei solchen Anträgen eine gewisse Flexibilität. Wichtig ist es auf alle Fälle, erst einmal einen Fuß in der Tür zu haben“, verdeutlichte die Bundestagsabgeordnete. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. „Das soll in diesem Jahr wieder aufgelegt werden“, erklärte Güldner. Er rechnet damit im Sommer. Wie hoch die Förderquote sein wird, könne er nicht sagen. „Passen würde das Programm. Schließlich ist das Freibad mehr als eine Freizeiteinrichtung. Hier werden auch regelmäßig Schwimmkurse angeboten“, erklärte Nagel. Beginnen soll die Badesaison im Rosenfreibad voraussichtlich am 1. Mai, sagte der Bürgermeister im Rahmen des Ortstermins. Da im großen Becken noch ein paar Restarbeiten zu erledigen seien und das Wasser noch eingefüllt werden müsse, könne sich der Termin allerdings um zwei bis drei Tage verschieben.

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