Nur noch dreieinhalb Monate Sperrung

„Optimalste Lösung ist gefunden“

Nur noch dreieinhalb Monate soll die L 338 voll gesperrt werden.Archivfoto: Bohlken

Harpstedt - Von Charlotte SteenkenHARPSTEDT · Monatelang wurde diskutiert, geplant, geschimpft, gehofft. Nun scheint die optimalste Lösung für die Sanierung der Landesstraße 338 in Harpstedt gefunden: Voll gesperrt werden soll sie nur noch etwa dreieinhalb Monate statt, wie zunächst geplant, sieben Monate. Die Mehrkosten für die Planänderung fallen geringer aus als gedacht, und die Gesamtbauzeit soll sich nicht wesentlich verlängern.

Diesem Vorschlag, den Jens Hüfner und Klaus Viehmeyer vom Bauamt der Samtgemeinde gestern mit Joachim Delfs, Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsstelle Oldenburg, und den beteiligten Baufirmen ausarbeitete, müssen nun noch Politik und Verwaltung zustimmen.

Sichtlich erleichtert zeigte sich Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes gestern vom Bericht seiner beiden Mitarbeiter. „Endlich mal eine gute Nachricht“, freut er sich. „Wir sind alle zufrieden und können locker ins Wochenende gehen.“ Die bestmögliche Lösung – nämlich gar keine Vollsperrung – sei zwar nicht machbar, aber die Nachricht kam bei ihm „sehr positiv“ an.

Um zum jetzigen Stand zu kommen, gab es viel Arbeit – man denke an ein Treffen im niedersächsischen Verkehrsministerium im November, unzählige Absprachen mit der Landesbehörde und Treffen in der Samtgemeinde – „aber es hat sich gelohnt“, meint Cordes.

Joachim Delfs zeigte sich im Anschluss an das Treffen ebenfalls glücklich. „Das war ein sehr gutes Gespräch“, berichtet er. Und liefert noch einmal die Fakten: Die Delmebrücke wird unter Vollsperrung der Ortsdurchfahrt saniert. „Die vier Monate Sperrzeit, die angesetzt waren, werden wir aber etwas verkürzen können“, erklärt er. Um drei bis vier Wochen verkürzt sich diese. An wenigen Tagen muss die Straße während der Bauarbeiten in diesem Monat voll gesperrt werden, abends und nachts gilt aber freie Fahrt. Gleichzeitig laufen die Arbeiten an der Burggrabenbrücke – unter halbseitiger Bauweise. Dadurch wird die Bauzeit zwar etwas länger, die gesamte Maßnahme aber wird nicht signifikant verlängert.

„Es wird parallel an allen Stellen gearbeitet“, verspricht der Behördenleiter. Auch Dank der Kooperationsbereitschaft der beteiligten Baufirmen: „Die werden nicht nur acht Stunden täglich arbeiten, sondern das Tageslicht voll ausnutzen“, berichtet Delfs. Auch sonnabends werde weiter gebaut. „Ende September sind wir wohl mit der Maßnahme fertig“, hofft Delfs.

Und die guten Nachrichten gehen weiter: Ursprünglich war wegen der halbseitigen Bauweise mit Mehrkosten von 75 000 bis 100 000 Euro gerechnet worden. „Voraussichtlich wird es aber weniger als die Hälfte“, freut sich Delfs. Bei Gesamtkosten von etwa 1,5 Millionen Euro liegen die Mehrkosten also bei deutlich unter fünf Prozent.

Was jetzt die Arbeiten noch verzögern kann, darauf haben weder Samtgemeinde noch Landesbehörde Einfluss: das Wetter. Zurzeit sind keine Arbeiten möglich. „Wenn der Winter bis in den März hineingeht, dann dauert die Maßnahme auch länger, bis in den Herbst hinein“, schätzt Delfs.

„Wir haben bis auf das letzte versucht, zu optimieren“, betont der Behördenleiter noch einmal. „Das Problem wurde von allen Seiten beleuchtet.“ Auf alle Vorschläge aus der Gemeinde, von der Aktiven Werbegemeinschaft und von den Bürgern sei die Behörde eingegangen. Auch für den erfahrenen Mann eine ungewöhnliche Situation. „Normalerweise gibt es während einer Baumaßnahme nicht so viele Diskussionen.“

Uwe Cordes wird den Vorschlag, der gestern erarbeitet wurde, in den nächsten Verwaltungsausschuss und die Samtgemeinderatssitzung einbringen. Bleibt zu hoffen, dass diese Gremien der Lösung zustimmen.

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