In Colnrade

Open-Air-Revival: Resonanz bleibt hinter Erwartungen zurück

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Auch die Band „ReXout“ ließ es in Colnrade krachen.

Colnrade – „Die Colnrader hatte sich gewünscht, dass dieses Open-Air-Revival am Tag vor dem Hökermarkt stattfindet. Leider sind ausgerechnet viele Colnrader am Ende nicht gekommen“, zeigte sich Kai-Jannes („Wuzel“) Dey enttäuscht. Allerdings: Mit rund 250 Besuchern, die der Veranstalter zählte, war die Resonanz insgesamt nicht so schlecht. Zumindest nicht für ein Freiluftfestival im Oktober.

„Wuzel“ und sein Team hatten alles perfekt vorbereitet. Der Platz war in wochenlanger Arbeit aufgemöbelt worden. Die Hütten und Buden strahlten einen ursprünglichen Charme aus. Die Thekenhütte wirkte mit alten Wohnzimmerteppichen, Holztheken und gemütlicher Beleuchtung heimelig und lud ebenso wie die Freifläche zum Chillen ein.

Selly, Christian und Marion sind Besucher des Colnrader Open-Air der ersten Stunde. Sie machten es sich am Mittwoch zwischen zwei alten biederen Schirmlampen vor einem Brennholzstapel gemütlich. Ein Vordach schützte vor dem immer wieder niederprasselnden Regen. „Man ist ja doch etwas älter geworden. Da kann man das Wetter nicht mehr so ab“, meinte Christian mit verschmitztem Lächeln. Das unbeständige, kalte Wetter hielt letztlich viele Blues- und Blues-Rock-Fans vom Kommen ab. Wer aber den Weg zum Revival an der Hauptstraße 55 fand, war begeistert. „Allein der beleuchtete Weg vom Parkplatz durch den Wald auf das Gelände ist sensationell“, urteilte Axel („Maxe“) Degen aus Colnrade.

Sensationell auch die Bands, die „Wuzel“ verpflichten konnte: Den Anfang machte am Abend die Wildeshauser Nachwuchscombo „The Blue Lights“. Als erster Höhepunkt entpuppte sich der Auftritt von „ReXout“ mit Frontmann Franky Z. Gitarrist Ingo Schmitz begeisterte mit atemberaubenden Soli.

Rhythm and Blues, Blues, Swing, Soul und Funk der Extraklasse servierten die Musiker der „Sun House Blues Band“. Die „Grolloo Blues Connection”, einst hervorgegangen aus den Bands „Beggars Banquet” (Vechta) und „Wohnzimmerkonzert” (Wildeshausen), überzeugten mit Blues in Perfektion und mit unkonventioneller Besetzung, ehe die Haus- und Hofband des Colnrader Open-Air, „Steamin’ 55“, mit „Wuzel“ an den Drums für den furiosen Abschluss sorgte.

Ob es 2020 wieder ein Festival geben wird, ließ Kai-Jannes Dey offen. „Wir müssen jetzt erst einmal einen Kassensturz machen und alle Rechnungen bezahlen. Dann werden wir sehen, wie viele 1000 Euro Verlust dabei herauskommen.“ Auf keinen Fall würde „Wuzel“ das Event noch einmal in den Oktober legen. „Wenn, dann würden wir das wieder im August durchziehen.“  hri

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