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Mittelfristiger Jobmotor? „Bloomify“ expandiert in Harpstedt

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Von: Jürgen Bohlken

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Ein leer stehendes Gewächshaus der Gartenbaufirma Knolle hat Daniel Schnadt für seine Zwecke gepachtet.
Ein leer stehendes Gewächshaus der Gartenbaufirma Knolle hat Daniel Schnadt für seine Zwecke gepachtet. © -

Harpstedt/Westerstede/Worpswede – Den Flecken Harpstedt hat sich Daniel Schnadt (37) für eine Niederlassung seines Onlineversandhandels „Bloomify“ auserkoren, der ausschließlich Obst- und Gemüsepflanzen sowie Kräuter vertreibt. Das könnte auf längere Sicht neue Jobs vor Ort in nicht unerheblicher Zahl mit sich bringen.

Mit Jan Bode, Geschäftsführer der Knolle GmbH & Co. KG, verbinden Schnadt freundschaftliche Beziehungen. Nun werden aus guten Kumpels Geschäftspartner: Schnadt hat ein leer stehendes Gewächshaus für seine Zwecke gepachtet, das die Firma Knolle, inzwischen bekanntlich ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb, nicht mehr benötigt. Dort werden demnächst Pflanzen, die der 37-Jährige einkauft, gelagert und fertig für den Versand gemacht. „Das geht bei unserer Produktpalette nun mal nicht in einem Hochregallager“, bekräftigt der Unternehmer, der mit seiner Familie in Worpswede wohnt, schmunzelnd.

Unser Ziel ist es, in Harpstedt mittel- bis langfristig ein Volumen von mehreren tausend Sendungen täglich abwickeln zu können. Hierfür wäre dann mindestens eine zweistellige Mitarbeiterzahl notwendig.“

Daniel Schnadt

Sein 2021 in Westerstede aufgebauter Versandhandelsstandort bleibt weiterhin bestehen. In Harpstedt kommt ein weiterer hinzu. Momentan bemüht sich Daniel Schnadt um Personal – um Teilzeit-, aber auch Vollzeitkräfte. „Wir wollen im neuen Versandzentrum in dieser Saison ganz klein mit zwei bis vier Angestellten starten und dann sukzessive ausbauen. Unser Ziel ist es, in Harpstedt mittel- bis langfristig ein Volumen von mehreren tausend Sendungen täglich abwickeln zu können. Hierfür wäre dann mindestens eine zweistellige Mitarbeiterzahl notwendig“, erläutert der Unternehmer. Aktuell besteht sein Team aus acht Mitarbeitenden.

Bloomify macht dich zum Gärtner!“

Slogan von der Website des Unternehmens

Das zu bewältigende Pensum bis zur Inbetriebnahme des Zweitstandortes sei sportlich. „Wir fangen jetzt gerade mit dem Einräumen an. Wir dürfen freundlicherweise in dem Gewächshaus noch vor Beginn des Pachtverhältnisses am 1. Februar ein bisschen werkeln. Unser Ziel ist es, vom 1. März an tatsächlich ab Harpstedt zu versenden. Dann beginnt für uns die Saison. Und Pflanzen sind nun mal ein Saisongeschäft“, weiß Schnadt.

„Bloomify macht dich zum Gärtner! Damit du dich und deine Familie mit köstlichem Obst und Gemüse aus deinem Garten versorgen kannst, versorgen wir dich mit den besten Pflanzen und Produkten und natürlich jeder Menge Gartenwissen“, verheißt das Unternehmen auf seiner Website.

Wer vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben Tomaten anbauen will, muss sich nicht durch 100 Sorten kämpfen, um herauszufinden, welche die richtige ist. Wir bieten ihm eine Sorte an, von der wir meinen, dass damit jeder Nutzgartenfreund zurechtkommt, weil sie einen guten Ertrag bringt und resistent gegen schädliche Einflüsse ist.“

Daniel Schnadt

Tatsächlich hat sich der Versandhandel nicht zuletzt Menschen als Zielgruppe auserkoren, die in den Anbau von Obst, Gemüse oder Kräutern einsteigen möchten. Das Sortiment reicht von Birne und Brombeere über Blumenkohl bis Basilikum, von Kopfsalat und Kürbis über Kirsche und Kiwi bis Koriander oder auch von der Gurke bis zur Gojibeere. Gleichwohl hält Schnadt es mit „nur“ etwa 60 verschiedenen Pflanzen bewusst klein.

„Wir sind bestrebt, je Spezies möglichst nur ein Produkt anzubieten. Wer vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben Tomaten anbauen will, muss sich nicht durch 100 Sorten kämpfen, um herauszufinden, welche die richtige ist. Wir bieten ihm eine Sorte an, von der wir meinen, dass damit jeder Nutzgartenfreund zurechtkommt, weil sie einen guten Ertrag bringt und resistent gegen schädliche Einflüsse ist. Die passende Anleitung gibt’s dazu“, sagt Daniel Schnadt.

Einkauf in der Region als Ziel

Beim Einkauf arbeite „Bloomify“ mit ganz wenigen Lieferanten (Gärtnereien) zusammen. „Wir achten darauf, dass wir die Pflanzen, die bei uns heimisch sind, auch aus der Region beziehen, wenn das möglich ist“, betont der Unternehmer. Gebürtig stammt er aus Stuhr.

Ein Blick auf die Website lohnt sich im Übrigen auch für Nicht- und Noch-nicht-Kunden. Unter der Rubrik „Wissen“ hat „Bloomify“ verschiedene Artikel mit Ratgeber-Charakter eingestellt. Da geht es beispielsweise um Wuchsformen von Pflanzen, das Vermehren von Stecklingen, das schonende und einfache Bekämpfen von Wollläusen oder auch das Haltbarmachen und Konservieren.

Weitere Infos unter: bloomify.de

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