Oft gereist, gern gefeiert, ehrenamtlich aktiv

Margret und Heinz Wolle aus Harpstedt feiern heute diamantene Hochzeit

 Margret und Heinz Wolle sitzen vor ihrem Haus in Harpstedt.
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60 Jahre verheiratet: Margret und Heinz Wolle vor ihrem Haus in Harpstedt.

Heute vor genau 60 Jahren gaben sich Margret und Heinz Wolle aus Harpstedt das Ja-Wort. Die beiden Rentner blicken auf viele Jahre gemeinsam verbrachter Zeit in ihrer Ehe zurück.

Harpstedt – „Das Kennenlernen hat etwas länger gedauert“, erzählt die gebürtige Harpstedterin Margret Wolle. Damals war sie 17, er 20 Jahre alt. Ihre Familie habe zu der Zeit an der Wildeshauser Straße in Harpstedt eine Gastwirtschaft inklusive Landwirtschaft betrieben. „Da haben wir uns dann oft beim Tanz getroffen.“ Das sei schön gewesen, „aber auch praktisch, so war es immer günstig“, ergänzt Heinz Wolle und lacht. „Wir sind oft ausgegangen. Auf den Schützenfesten war das dann so, dass wir jeweils mit unseren Freunden gefeiert haben. Aber nach Hause sind wir dann immer zusammen gegangen“, erzählt der 84-Jährige. Nach wenigen Jahren entschieden sie dann, „dass es passt und dass wir zusammenbleiben.“

Die Hochzeit feierten sie im „Sonnenstein“, als die Gaststätte noch in Harpstedt stand. Mittlerweile ist die Landdiskothek im Museumsdorf Cloppenburg zu sehen. „Mit einer Kapelle, die dort Musik gespielt hat“, so Margret. Im Anschluss mieteten sie ein Haus in Harpstedt. Nach elf Jahren, 1972, haben sie an der Straße „Ketingskamp“ ein Haus gebaut, in dem sie bis heute wohnen. Beide fühlen sich in Harpstedt wohl und sind gut in der Gemeinde vernetzt. „Insgesamt war ich über 50 Jahre bei der Feuerwehr, zum Schluss Zugführer“, erzählt Heinz. In dessen Spielmannszug spielte er lange Jahre die Querflöte. Im Schützenverein sei er Schießwart fürs Schützenfest und für die Schießsportkameradschaft gewesen. Margret ist Hausfrau und hat in einer Näherei in Harpstedt gearbeitet, bevor die beiden gemeinsamen Kinder Rüdiger und Tochter Andrea zur Welt kamen.

Das Rentnerehepaar ist seit Jahrzehnten aktiv an der Pflege der Gemeindepartnerschaft zwischen Harpstedt und dem französischen Städtchen Loué beteiligt und hat in den 1990er-Jahren einen Franzosen in ihrem Haus aufgenommen, um ihm die Wunschausbildung in Deutschland zu ermöglichen.

Ehepaar reiste viel

Neben einigen Frankreichreisen sind die beiden viel herumgekommen. Zwar habe es keine Hochzeitsreise gegeben, dafür seien aber viele Bustouren unternommen worden. „Wir waren in halb Europa“, erzählt die 81-Jährige. Italien, Polen, Ungarn und Monaco bereisten die beiden unter anderem. „Das waren lange Fahrtzeiten“, ergänzt Heinz Wolle. „Aber wir sind nie geflogen.“ Einmal unternahmen beide eine Donaureise – und wenn nötig fuhren sie mit der Fähre. „Den Seegang in Norwegen konnte ich dabei aber gar nicht ab“, erzählt Margret. „Da musste ich mich erst einmal hinlegen, während Heinz die Fahrt über munter weitergefeiert hat.“

Auch wenn sie sich hin und wieder einmal stritten, freut es die beiden noch immer, dass sie so lange zusammen sein durften. „Ich hätte niemand Besseren finden können“, meint Margret. „Und du auch nicht.“ Coronabedingt verzichten die beiden auf eine große Diamanthochzeitsfeier. „Das Ziel ist jetzt einfach der eiserne Hochzeitstag in fünf Jahren, den wir dann feiern können“, hofft Margret Wolle.

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