Tag des offenen Gestüts auf dem Colnrader „Hof Castanea“

Die Champions von morgen

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Anja und Sina Pulger sowie Peter Röbbeling (v.l.) haben ihre Liebe zu Pferden zum Beruf gemacht. Hohe Erwartungen haben sie dabei an die einjährige Stute „Ovambo Princess“.

Colnrade - Ortsunkundige können die Einfahrt zum Colnrader Gestüt „Hof Castanea“ schon leicht übersehen. Nur ein steinernes Hinweisschild und eine mächtige Eiche weisen auf den versteckten Eingang hin. Über einen schmalen Weg, überschattet von großen Bäumen, kommt der Besucher dann auf den Hof. Am Sonnabend, 1. August, werden einige Autos diesen Weg benutzen, denn Besitzerin Anja Pulger lädt zu ihrem jährlichen Tag des offenen Gestüts.

Pulger ist seit ihrer Kindheit in Pferde vernarrt. Besonders die englische Vollblute haben es ihr angetan. „Diese werden speziell für das Galopprennen gezüchtet“, erklärt Pulger. Aber gerade dieser Pferdesport ist vor allem bei Tierschützern sehr umstritten. „Wegen der vielen Misshandlung-Skandale haben Pferderennen einen sehr schlechten Ruf“, so Pulger.

Sie möchte ihren Besuchern am Sonnabend aber das Gegenteil beweisen, denn das Laufen liege in der Natur ihrer Tiere. Der renommierte Trainer Toni Potters übernehme die Vorbereitung der Pferde. „Erst wenn sie gut drei Jahre alt sind, nehmen unsere Galopper an ihrem ersten Rennen teil“, sagt Pulger.

Bei einem Rundgang zeigen sie, ihr Lebensgefährte Peter Röbbeling und Tochter Sina den Besuchern ihr elf Hektar großes Anwesen. Kinder haben die Gelegenheit, auf dem siebenjährigen Pony „Paddy“ oder dem 20-jährigen „Adito“ eine Runde zu reiten. Aber in erster Linie dient der Tag der offenen Tür auch dem Verkauf. Denn ab 14 Uhr werden die Stuten und ihre Fohlen sowie die Jährlinge präsentiert. Glanzstück wird dabei die einjährige Stute „Ovambo Princess“ sein, die bereits im vergangenen Jahr für Aufsehen sorgte. Sie ist die Vollschwester der prestigeträchtigen „Ovambo Queen“.

„Queen“ ist ein sehr erfolgreiches Rennpferd, dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen an ihre Schwester. Besonders an „Princess“ hängt das Herz der Züchterin. „Wir stecken viel Arbeit in die Fohlenaufzucht“, meint Pulger. „Wir wollen ja auch umgängliche Pferde verkaufen, die Menschen gewohnt sind.“

Stolz sind die Züchter aber auf jedes Pferd, das ihr Gestüt verlässt. „Wir schauen uns jedes Rennen von ihnen an“, sagt Röbbeling. Die Entscheidung, den renovierungsbedürftigen Hof in Colnrade zu kaufen und herzurichten, hat seine Lebensgefährtin nicht bereut. „Es ist schön jeden Morgen aufzuwachen und die Pferde auf ihrer Weide zu beobachten“, gesteht sie. „Abends schlafen wir immer bei Hufgeklapper ein.“ Die Liebe zu den schnellen Tieren hat sie an ihre 18-jährige Tochter weitergegeben. Sina Pulger macht zurzeit eine Ausbildung zur Pferdewirtin. Ihre Lieblingsrasse? „Natürlich das englische Vollblut“, sagt sie lachend.

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