Tag der offenen Tür der Feuerwehr mit Shows und vielen Mitmach-Aktionen

Von der „Modenschau“ bis zum simulierten Unfall

+
„Feuerwehr zum Anfassen“ lautete gestern das Motto in Harpstedt. Und die Brandschützer boten in der Tat viele Möglichkeiten, bei denen die Besucher ihre Arbeit hautnah erleben konnten.

Harpstedt - Von Tanja Schneider. Der elfjährige Florian genießt die Aussicht. Von seinem Platz auf dem Fahrersitz eines Löschwagens hat er den perfekten Überblick über das Gelände der Harpstedter Feuerwehr. Wer gerade eine Bratwurst ordert, sieht er ebenso wie die Kinder auf der Hüpfburg und die Mutigen, die in den Überschlagssimulator der Polizei steigen. Interessiert beobachtet er, wie Ortsbrandmeister Eric Hormann zum Mikrofon greift und die nächste Übung ankündigt, mit der die Feuerwehr während ihres Tages der offenen Tür den Besuchern Einblicke in ihre Arbeit gewähren möchte.

Neben vielen Informationen gibt es deshalb richtig Action. „Die Gäste sollen die Feuerwehr schließlich hautnah erleben“, berichtet Hormann, und schon heulen die Sirenen. Jung und Alt verfolgen, wie die Brandschützer in ihre Stiefel und Jacken schlüpfen, die Helme aufsetzen und ausrücken – in diesem Fall nur ein paar Meter weiter zur eigens verqualmten Halle. Außer der Brandbekämpfung, bei der den Zuschauern mittels einer „Flash-Over-Box“ auch die Gefährlichkeit einer Durchzündung demonstriert wird, steht ein Hilfeleistungseinsatz auf dem Programm. Fix richten die Feuerwehrleute die Szenerie her. Mitten vor ihrer Fahrzeughalle „entsteht“ ein Autounfall, die Insassen sind eingeklemmt und müssen von den Einsatzkräften befreit werden. „Wir möchten zeigen, wie solch eine Rettung mit hydraulischem Gerät abläuft“, sagt Hormann, und schon machen sich seine Kollegen ans Werk. Anschließend dürfen die Besucher das Equipment selbst unter die Lupe nehmen.

Auch die Ausrüstung der unterschiedlichen Fahrzeuge können die Gäste anschauen und sich erklären lassen. Der Nachwuchs interessiert sich allerdings weniger für Schläuche oder Strahler zum Ausleuchten von Unfallstellen. Er möchte nur eines: hinters Steuer. Auch Florian sitzt dort immer noch. „Ich halte hier die Stellung“, sagt der Elfjährige, der Mitglied der Jugendfeuerwehr ist. Ebenso wie Dominik, der in der Schlange beim Überschlagssimulator steht. Endlich kommt er an die Reihe, nimmt auf dem Rücksitz Platz, schnallt sich an, und schon liegt das Auto auf dem Dach. Rolf Quickert, Verkehrssicherheitsberater der Polizei Wildeshausen, drückt noch einmal auf den Knopf, das Fahrzeug dreht sich erneut. Dominik hängt über Kopf in dem Auto und soll aus dieser Position heraus nun aussteigen. Für den Jungen kein Problem: „Das war wie Karussellfahren“, meint er.

Ein paar Meter weiter basteln die Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit den jungen Gästen Buttons und versuchen sich an Experimenten. So manches Kind holt sich am Stand des Fördervereins zudem einen Luftballon für den Weitflugwettbewerb ab. „Der Förderverein sucht übrigens gerade das 150. Mitglied“, erzählt Hormann, während Brandschutzerzieher Klaus Stiller Tipps zum richtigen Verhalten im Notfall gibt. Zwischen Bratwurst und einem Stück Torte können sich die Besucher auch über Rauchmelder und Feuerlöscher informieren. Daneben gibt es eine Modenschau der besonderen Art. Statt Hemden und Hosen zeigen die Feuerwehrmänner Atemschutzmasken und einen Hitzeschutzanzug. „Wer möchte, kann mit den Models noch ein Selfie machen“, scherzt Hormann.

So langsam knurrt bei Florian der Magen. Der Hunger treibt ihn aus dem Löschwagen. Der frei gewordene Platz bleibt nicht lange unentdeckt. „Cool“, rufen zwei Mädchen, und schon sitzen sie hinter dem Steuer.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Ford Fiesta im Test: König der Kleinwagen

Ford Fiesta im Test: König der Kleinwagen

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Meistgelesene Artikel

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

18-Jähriger im Alfsee bei Bramsche ertrunken

18-Jähriger im Alfsee bei Bramsche ertrunken

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

„Genuss am Fluss“ steht „auf drei guten Säulen“

„Genuss am Fluss“ steht „auf drei guten Säulen“

Kommentare