Ochtumverband verärgert über entwendete Tonkinstäbe

Mehrarbeit als Folge von Diebstahl

Einen Markierungszweck erfüllen die Tonkinstäbe – etwa zwei Meter lange Bambusstöcke.
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Einen Markierungszweck erfüllen die Tonkinstäbe – etwa zwei Meter lange Bambusstöcke.

Harpstedt – Über den Diebstahl zahlreicher Tonkinstäbe ärgert sich der Ochtumverband. Diese glatten Bambusstöcke erfüllen einen wichtigen Markierungszweck im Zusammenhang mit Pflanzungen und Pflegemaßnahmen. Der Verlust bedeutet Mehrarbeit für Beschäftigte des Verbands.

Worum es genau geht, beschreibt Geschäftsführer Matthias Stöver so: „Im Zuge der naturnahen Gewässergestaltung hat der Ochtumverband im vergangenen Herbst sehr umfangreiche Anpflanzungen und Nachpflanzungen von Erlenstecklingen (Heistern) an der Delme auf verschiedenen Abschnitten zwischen Twistringen und Delmenhorst vorgenommen. Insgesamt wurden rund 2 000 Erlen gepflanzt. Sie sollen langfristig zu einer Stabilisierung der Ufer durch ihr Wurzelwerk beitragen. Außerdem tragen ,erwachsene’ Erlen – je nach Lage und Größe – zu einer gewünschten Beschattung des Gewässers bei, was wiederum ein übermäßiges – unerwünschtes – Wasserpflanzenwachstum unterbindet.“

Damit sich die Erlenpflanzen, die kaum einen Meter hoch sind, gut entwickeln und auch bei den notwendigen Pflegemaßnahmen im Frühjahr im hohen Gras gut erkannt werden können, werden sie regelmäßig mit glatten Bambusstöcken, den sogenannten Tonkinstäben, markiert.“

Matthias Stöver, Geschäftsführer des Ochtumverbands

Es handele sich also insgesamt um eine Maßnahme, „die der Delme als Lebensraum für Pflanzen und Tiere zugutekommt“. Stöver weiter: „Damit sich die Erlenpflanzen, die kaum einen Meter hoch sind, gut entwickeln und auch bei den notwendigen Pflegemaßnahmen im Frühjahr im hohen Gras gut erkannt werden können, werden sie regelmäßig mit glatten Bambusstöcken, den sogenannten Tonkinstäben, markiert. Dies erfolgt, indem pro Pflanze je zwei der etwa zwei Meter langen Stäbe unmittelbar neben der Pflanze in den Boden gesteckt werden.“

Böses Erwachen bei Gewässerkontrolle

Das böse Erwachen kam kürzlich während einer Gewässerkontrolle. Dabei ist laut Matthias Stöver aufgefallen, „dass im Bereich der Ortslage Harpstedt die Tonkinstäbe komplett entwendet wurden und daher für die kommenden Pflegemaßnahmen wieder neu gesteckt werden müssen“. Schwerer als der Verlust der Bambusstöcke wiege der Schaden, der nun durch Mehrarbeit kompensiert werden müsse.

„Kein Kavaliersdelikt“

Stöver: „Insofern möchten wir darauf hinweisen, dass die Tonkinstäbe ein wichtiger Baustein für die Etablierung der Erlen sind und das Entwenden kein Kavaliersdelikt darstellt.“

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