Heimatbund erwägt Rentnerband-Gründung

Pflanzungen am Pastorenrennweg? 50 Obstbäume von der Wieker-Stiftung

Colnrade - 50 Obstbäume bekommt die Gemeinde Colnrade von der Wieker-Stiftung finanziert. Sie sollen 2019 am Pastorenrennweg in Colnrade in die Erde kommen. Der Heimatbund zwischen Dehmse und Hunte wird Bürger zu gegebener Zeit dazu aufrufen, bei der Pflanzaktion mitzumachen. Den Gemeinderat lud der Vorsitzende Gerold Schäfer bereits am Dienstag während der Ratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus dazu ein, sich zu beteiligen.

Am Rande bemerkte er, der Heimatbund habe auch die „Idee“, eine Rentnerband nach Harpstedter Vorbild ins Leben zu rufen. „Warum auch nicht? Wir haben viele Dinge, die sich mithilfe einer solchen Gruppe schaffen ließen“, merkte Schäfer an. Es sei einfach toll, was die Harpstedter „Rentnerbänd“ auf dem Koems-Gelände geschaffen habe. 

Da liege es doch auch in Colnrade nahe, eine Gruppe zu gründen, die den Ort so attraktiv mache, dass die Baugrundstücke, die seitens der Gemeinde gerade entwickelt würden, „so schnell wie möglich verkauft werden“, fügte Schäfer augenzwinkernd hinzu. Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann fand die Idee gut.

Die Bauplätze, die in absehbarer Zeit am Kieselhorster Weg entstehen, möglichst rasch unter die Leute zu bringen, liegt allerdings nicht im Interesse der Gemeinde, ließ ihr Stellvertreter Uwe Beckmann durchblicken. Denn wenn die beiden Abschnitte des in der Planung befindlichen Baugebiets vollgelaufen sind, werde es schwer für die Gemeinde, weitere Flächen auf der Grundlage des F-Plans auszuweisen.

„Es ist absehbar, dass wir dann nicht mehr viel an Wohngebieten bekommen. Wir müssen daher sparsam mit unseren Ressourcen umgehen“, so Uwe Beckmann.

Obstbäume könnten den Wegen Struktur geben, findet der Rat

Zurück zu den Bäumen für den Pastorenrennweg: Dieses Thema hatte der Rat kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt. Ratsherr Wolfgang Heinzl erläuterte den Hintergrund. Die Wieker-Stiftung fördere – auf Antrag – Baumpflanzungen im öffentlichen Raum und trage die Kosten für die Obstbäume zu 100 Prozent. Davon hatte Heinzl gehört. 

Es gebe sicherlich auch in Colnrade Wege, an denen Bäume für eine schöne Struktur sorgen könnten, dachte er sich. Im Frühjahr sei er mit Gerald Otto „durch die Flur“ gefahren. „Wir haben festgestellt, dass sich die Obstbäume am Pastorenrennweg, wo viele Leute spazieren gehen, ganz gut machen würden“, so Heinzl.

Er reichte einen Antrag bei der Wieker-Stiftung ein, der positiv beschieden wurde. Die 50 Obstbäume könnten nach Heinzls Vorstellungen in 15-Meter-Abständen in die Erde gesetzt werden – allerdings nur einseitig (von der Kirche aus gesehen links), zumal der Weg nicht sehr breit sei. Mit den Anliegern sei darüber gesprochen worden. „Alle, die wir gefragt haben, waren angetan von der Idee und hatten keine Einwände“, berichtete der Ratsherr. 

Der Heimatbund habe das Vorhaben in seiner Generalversammlung ebenfalls begrüßt, vermeldete Gerold Schäfer. Der Verein werde die Pfähle bezahlen, an denen die jungen Bäume nach der Pflanzung angebunden werden. Vielleicht profitiere von dem Projekt ja auch der eine oder andere Imker, „der seine Bienenvölker im Huntetal aufstellen möchte“. Der Heimatbund habe sich ferner bereit erklärt, die Pflege und das anfänglich wohl nötige „Angießen“ der Bäume zu übernehmen, erläuterte Heinzl. Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann stellte klar: „Der Rat unterstützt diese Aktion auf jeden Fall.“ 

boh

Rubriklistenbild: © dpa

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