Tag der offenen Tür mobilisiert zahlreiche Besucher / Vorführungen, Sketche, „Sani-Übung“ und reichlich Information

Oberschulalltag wird hautnah erlebbar

Mit menschlichen Pyramiden begeisterten Jugendliche aus der Klasse R 7a in der Turnhalle. - Foto: Bohlken

Harpstedt - Was verbirgt sich hinter sozialem Lernen? Was kann der Schulsanitätsdienst? Wie klingt die schuleigene „Rockband“? Wie funktionieren Solarstative, die in Kooperation mit den BBS Wildeshausen im Unterricht entstehen und unter anderem Smartphone-Akkus mit Strom aus Sonnenlicht aufladen können? Anschauliche Antworten auf diese und etliche weitere Fragen rund um das Schulleben gab gestern der Tag der offenen Tür der Oberschule Harpstedt mit Führungen, Ausstellungen und Darbietungen.

Der Zulauf war von Beginn an recht beachtlich. „Sie werden auf gutes Altes treffen, aber auch auf Neues und im ständigen Prozess der Bewegung Befindliches“, versprach Rektorin Etta Mörking bei der Begrüßung. „Gewinnen Sie einen Einblick in unsere Schule! Informieren Sie sich über unsere Arbeit! Stellen Sie Fragen! Nutzen Sie das Angebot der Schulführungen durch unsere Zehntklässler!“, ermunterte sie die interessierten Eltern. Mörking machte auf eine Dokumentation zum Schüleraustausch mit Loué und Experimente in den naturwissenschaftlichen Fachbereichen aufmerksam. Ihr Hinweis auf „Köstlichkeiten der Schülerfirma und unserer syrischen Mitbürger“ erübrigte sich fast: Der Duft frischer Waffeln durchzog die Pausenhalle und wies den Weg zur Catering-Ecke. Dort bot die Bistro-Abteilung der Schülerfirma auch Hot Dogs, Muffins, Baguettes und andere Gaumenfreuden an.

„Wir hatten gerade mal drei Tage Zeit zum Üben“, sagte Sportlehrerin Heike Glüse vor Beginn einer Akrobatik-Aufführung der R7a in der Turnhalle. Daher dauere die zu Musik einstudierte Nummer auch nur wenige Minuten. Im nächsten Moment türmten sich die Körper jugendlicher Akrobaten im Rhythmus von Musik aus der „Konserve“ zu menschlichen Pyramiden auf.

Ausstellungen zu Syrien, zur Gentechnik. zu den Streitschlichtern oder zu Themen wie Betriebspraktikum und Mobbing-Intervention bereicherten das Programm ebenso wie Mitmachangebote, Theater-/Sketchaufführungen, verblüffende Versuche aus dem Bereich der Optik unter dem Motto „Lass dich nicht täuschen!“ und eine Übung der „Schulsanis“. Für den „guten Ton“ und die Moderation in der Pausenhalle sorgte routiniert die Radio-AG. Auch die Delmeschule wurde ins Geschehen einbezogen. Wer den Streifzug oder die Führung hinter sich gebracht hatte, konnte bei einer „Schulrallye“ gleich sein neu erworbenes Wissen testen. Es galt einen Fragebogen mit zum Teil kniffligen Fragen auszufüllen. Die Namen der beiden „Schulhunde“ etwa wollten erst einmal recherchiert werden. Gemeint waren „Pontus“ und „Chico“, die beiden besten Freunde auf vier Pfoten von Rektorin Mörking. Mindestens 20 Punkte bedurfte es, um einen der von örtlichen Betrieben gespendeten Preise abzustauben. Die lokale Wirtschaft habe die Oberschule ganz toll unterstützt, lobte Etta Mörking. Als Hautpreise winkten – im Rahmen einer Verlosung – drei mit Überraschungen gefüllte Geschenktaschen. Die didaktische Leiterin Diana von Harten hatte die „Rallye“ federführend organisiert.

Berufsschullehrer Holger Adomat und einige Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen weckten derweil auf dem Steinhof die Lust auf Technik. Sie stellten Versuchsaufbauten zur Solarthermie vor. Außerdem erklärten sie jedem, der’s wissen wollte, die Funktion eines mitgebrachten Solarstativs. Der damit aus Sonnenlicht erzeugte Strom trieb unter anderem ein kleines Modell-Auto an. Solarstative kommen auch als Unterrichtsmaterialien zum Einsatz. Rund 250 Stück sind bereits gebaut worden. Weitere werden entstehen – auch im Kooperationsunterricht mit Schülern der Oberschule Harpstedt. Für ein paar Stunden standen die Schulpforten jedermann offen. Als Haupzielgruppe sollten mit dem Aktionstag aber die jetzigen Viertklässler und ihre Eltern angesprochen werden.

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